Fips Asmussen  | Bildquelle: picture alliance / Eventpress Ho

Mit 82 Jahren Komiker Fips Asmussen gestorben

Stand: 11.08.2020 17:25 Uhr

Der Komiker Fips Asmussen ist tot. Er starb bereits am vergangenen Sonntag im Alter von 82 Jahren. Der gebürtige Hamburger trat über 40 Jahre auf und wurde so zum Urgestein des deutschen Nachkriegshumors.

Er war einer der bekanntesten Komiker in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg: Nun ist der Alleinunterhalter Fips Asmussen im Alter von 82 Jahren gestorben. Der gebürtige Hamburger starb bereits am Sonntag im Krankenhaus, wie seine Lebensgefährtin im sachsen-anhaltischen Querfurt der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Asmussen, der mit bürgerlichem Namen Rainer Pries hieß, stand bis zuletzt jahrzehntelang als Komiker auf der Bühne. Seit den 70er-Jahren gehörte er zu den bekanntesten Alleinunterhaltern Deutschlands. Mit seinen Auftritten füllte er die Veranstaltungshallen, er schrieb Bücher und nahm seine Gags auf Musik-Kassetten, Schallplatten und CDs auf. Allein 7,5 Millionen Tonträger wurden verkauft.

Markenzeichen: Matrosen-Outfit und Lockenkopf

Asmussens Witze kamen oft rasch zur Pointe, etwa dieser: "Ich hab' heute Morgen in den Spiegel geschaut und gesagt: Ich kenn' dich nicht, aber ich rasier' dich trotzdem." Weil die Sprüche so griffig waren, gingen sie oft in den Volksmund über.

Sein größtes Markenzeichen war sein Matrosen-Outfit, das er jedoch im Laufe der Jahre ablegte. Sein wilder, blonder Lockenkopf und sein norddeutscher Akzent blieben aber bis ins hohe Alter sein Erkennungsmerkmal.

Seine Karriere begann in der Kneipe

Viele Details aus seinem Privatleben sind nicht bekannt. Ursprünglich hatte Asmussen in der Werbung gearbeitet. Ende der 60er-Jahre eröffnete er in Hamburg die Kabarett-Kneipe "Violette Zwiebel", in der er sowohl als Komiker als auch als Gastwirt arbeitete. Dort startete auch seine Bühnenkarriere.

Asmussen unterhielt seine Zuschauer mit kabarettistischen Chansons und Gedichten, die unter anderem von Erich Kästner oder Bertolt Brecht stammten. Mit Stars wie Roy Black und Heino trat er auch in deutschen Clubs in den USA auf.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. August 2020 um 17:00 Uhr.

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