Bildergalerie: 70 Jahre DGB

Bilder

1/13

70-jähriges Jubiläum des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Gründungskongress

Gründungskongress in München: 16 Einzelgewerkschaften schließen sich im Oktober 1949 zum Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zusammen. Dieser verstand sich von Anfang an als Stimme für Arbeit und soziale Gerechtigkeit. Zu den zentralen Forderungen der Gründungsphase gehörte die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien. | Bildquelle: picture-alliance / dpa

Gründungskongress

Gründungskongress in München: 16 Einzelgewerkschaften schließen sich im Oktober 1949 zum Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zusammen. Dieser verstand sich von Anfang an als Stimme für Arbeit und soziale Gerechtigkeit. Zu den zentralen Forderungen der Gründungsphase gehörte die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien.

Hans Böckler

Hans Böckler, der erste Vorsitzende des DGB, unterschrieb am 13. Oktober 1949 das Gründungsdokument.

DGB im Jahr 1957

DGB-Maifeier im Jahr 1957: Abrüstung, Lebenshaltungskosten und Arbeitszeitverkürzung sind Forderungen der Gewerkschaften. "Am Samstag gehört Vati uns", war die Parole, mit der 1956 der Kampf um die Fünf-Tage-Woche begann. Die Arbeitszeiten lagen zu dieser Zeit meist bei 48 Stunden in der Woche.

Gründungskongress

Die Verkürzung der Wochenarbeitszeit war auch in den folgenden Jahren immer wieder ein zentrales Thema des DGB und seiner Einzelgewerkschaften wie hier bei der DGB-Kundgebung in Frankfurt/Main im Januar 1964. Im folgenden Jahr wurde die 40-Stunden-Woche in der Druckindustrie durchgesetzt.

Gründungskongress

Immer wieder mobilisierte der DGB seine zahlreichen Mitglieder auch zu Protesten gegen die Regierungspolitik wie hier im Jahr 1964 gegen die Politik des damaligen Bundeskanzlers Ludwig Erhard. Bei seiner Gründung vereinigte der DGB 1949 rund 5,5 Millionen Mitglieder der Einzelgewerkschaften unter seinem Dach. Kurz nach dem Mauerfall 1989 waren es 11,8 Millionen. Zu seinem 60-jährigen Jubiläum zählt der DGB nur noch knapp 6,4 Millionen Mitglieder.

Notstandsgesetze

Die große Mitgliederzahl ließ den DGB auch zu einem wichtigen Machtfaktor in der bundesdeutschen Gesellschaft aufsteigen. Das Bild zeigt eine Kundgebung in der vollbesetzten Westfalenhalle in Dortmund am 11. Mai 1968. Streitpunkt waren die Notstandsgesetze.

Neue Heimat

Der Skandal um das gewerkschaftseigene Wohnungsbauunternehmen Neue Heimat erschütterte die Gewerkschaften. In den 1980er-Jahren stellte sich heraus, dass das Unternehmen hochverschuldet war, unter anderem aufgrund der Raffgier der eigenen Manager.

Neue Heimat

Die Beschäftigten der Neuen Heimat demonstrierten 1986 in Hamburg für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Vergebens, die Neue Heimat wurde zerschlagen.

Für die 35-Stunden Woche

In den 1980er-Jahren beschäftigte den DGB angesichts steigender Arbeitslosenzahlen ein weiteres Thema: Mit dem Ziel, mehr Menschen in Lohn und Brot zu bringen, wurde die Forderung nach der 35-Stunden-Woche laut. Doch nur für einen Teil der Beschäftigten können die Einzelgewerkschaften des DGB dieses Ziel in den Tarifverhandlungen durchsetzen.

DGB-Kongress im Jahr 1996

November 1996: Der DGB bekennt sich im Zuge einer programmatischen Neuausrichtung zu einer "sozial regulierten Marktwirtschaft".

DGB-Demo

Unter Rot-Grün geht der DGB auf Konfrontationskurs zur SPD-geführten Bundesregierung von Kanzler Gerhard Schröder. Im Mai 2003 beteiligten sich Zehntausende an einer Demonstration gegen die Reformen der "Agenda 2010".

Ein Gewerkschafter demonstriert und hält dabei eine Fahne des Deutschen Gewerkschafts-Bundes DGB in den Händen

Im Jahr 2018 waren früheren DGB-Zahlen zufolge nur noch 56 Prozent der Beschäftigten im Westen und 45 Prozent im Osten tarifgebunden.

Angela Merkel spricht beim Festakt zu 70 Jahre DGB

Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach auf dem Festakt des Deutschen Gewerkschaftsbunds zum 70-jährigen Bestehen des DGB. Sie machte sich für mehr Tarifverträge zum Schutz der Arbeitnehmer in Deutschland stark.

Darstellung: