Polizei räumt von Braukohlegegnern besetztes Haus | Bildquelle: dpa

Aktion von Braunkohlegegnern Polizei räumt besetzte RWE-Häuser

Stand: 25.10.2018 15:23 Uhr

Die Aachener Polizei hat die Räumung der besetzten Häuser in Kerpen-Manheim am Mittag vorerst abgebrochen. Beim Kölner Verwaltungsgericht liegt ein Eilantrag gegen die Räumung vor.

Die Aachener Polizei hat die Räumung der besetzten Häuser in Kerpen-Manheim am Donnerstagmittag (25.10.2018) vorerst abgebrochen. Der Grund: Beim Kölner Verwaltungsgericht liegt ein Eilantrag gegen die Räumung vor. Der Richter hat nun mit der Polizei vereinbart, keine Fakten zu schaffen, bevor über den Antrag entschieden ist.

Aktivisten wollen nicht freiwillig gehen

Mehrere Hundertschaften der Polizei waren seit den frühen Morgenstunden in Manheim im Einsatz. Zuvor hatten die Beamten die Aktivisten aufgefordert, die Häuser freiwillig zu verlassen. Dieser Aufforderung waren die Braunkohlegegner nicht nachgekommen, so ein Polizeisprecher. Daraufhin war zunächst mit der Räumung der Häuser begonnen worden.

Räumung der besetzten Häuser in Kerpen-Manheim
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Aktivisten flohen auf's Dach

Seit Mitte Oktober halten Umweltaktivisten etwa sieben Häuser in der leerstehenden Ortschaft besetzt. Der Energiekonzern RWE, dem die Häuser gehören, hatte Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs gestellt.

Wie viele Braunkohlegegner sich in Manheim aufhalten, ist unklar. Der Ort muss dem Braunkohletagebau Hambach weichen und soll bis 2022 komplett abgerissen sein.

Erst in der Nacht auf Donnerstag (25.10.2018) hatte die Polizei ein Protestcamp von Braunkohlegegnern in der Nähe des Hambacher Forstes geräumt.

Quelle: wdr.de

Über dieses Thema berichtete der WDR in der Sendung "Aktuelle Stunde" am 20. Oktober 2018 um 18:50 Uhr.

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