Viele Schaulustige beobachteten die Sprengung des Kühlturmes des ehemaligen Kraftwerkes Knepper in Castrop-Rauxel, Nordrhein-Westfalen. | Bildquelle: SASCHA STEINBACH/EPA-EFE/REX

Nordrhein-Westfalen Kohlekraftwerk Knepper ist gesprengt

Stand: 17.02.2019 14:36 Uhr

Mit mehr als 200 Kilo Sprengstoff ist am Sonntag das ehemalige Knepper-Kohlekraftwerk zwischen Dortmund und Castrop-Rauxel gesprengt worden.

Um 12.10 Uhr am Sonntag (17.02.2019) war das ehemalige Kraftwerk Knepper endgültig Geschichte. Dann fielen Kühlturm und Schornstein in sich zusammen. 28.000 Tonnen Schutt. Ein weiterer Abschied von einer Landmarke im Ruhrgebiet.

Sprengung in Dortmund: Kohlekraftwerk kommt weg
Sprengung in Dortmund: Kohlekraftwerk kommt weg

Zwei Sprengungen für drei Gebäude

Die Sprengungen erfolgten in zwei Schritten: Zuerst wurde das Kesselhaus (69 Meter) gesprengt. Anschließend der fast 130 Meter hohe Kühlturm und der 210 Meter hohe Schornstein.

Die Sprengzeiten wurden am Sonntagvormittag nach hinten verschoben: Das Kesselhaus wurde statt um 11 Uhr um 11.15 Uhr gesprengt, Kühlturm und Schornstein sollten ursprünglich um 11.45 Uhr in sich zusammen fallen. Die endgültige Sprengung verzögerte sich um rund 20 Minuten, verlief aber nach bisherigen Erkenntnissen nach Plan.

Sprengung samt Frühstück

Am Sonntag mussten die Anwohner direkt um das Kraftwerk bis 9:00 Uhr ihre Häuser verlassen haben. Ein Shuttle-Bus brachte die meisten von ihnen auf das Gelände, damit sie sich die Sprengung samt Frühstück auf einer Anwohnertribüne ansehen können. Andere Besucher durften nicht auf das Gelände. Seit Tagen wurde das Kraftwerk rund um die Uhr bewacht, damit keine Schaulustigen mehr auf das 58 Hektar große Gelände kommen.

Da es sonnig und bis zu 15 Grad warm war, hatten die Städte Castrop-Rauxel und Dortmund mit etwa 10.000 Zuschauern in der Umgebung gerechnet. Verkehrsprobleme inklusive: Zahlreiche Straßen rund um das Kraftwerk wurden gesperrt. Extra Parkplätze gab es nicht.

Gewerbepark geplant

Das Gütersloher Recycling-Unternehmen Hagedorn hatte das 2014 stillgelegte Kohlekraftwerk vor einem Jahr gekauft und plant, dort einen modernen Gewerbepark zu errichten. Hagedorn ist Spezialist im Sanieren von belasteten Flächen.

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Ein Stück Industriegeschichte ist vorbei: Kohlekraftwerk Knepper gesprengt

Blick auf das stillgelegte Kraftwerk Knepper

So sah da stillgelegte Steinkohlekraftwerk Knepper vor der Sprengung aus. Noch stehen Kesselhaus, Kühltum und Schornstein. Mehr als 200 Kilo Sprengstoff wurden parat gelegt, um den Koloss in Schutt und Asche zu legen. Auf der 59 Hektar großen Fläche soll ein Gewerbegebiet entstehen.

Quelle: wdr.de

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 17. Februar 2019 um 13:00 Uhr.

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