Protestcamp der Umweltaktivisten von Ende Gelände

Nordrhein-Westfalen Polizei bereitet Räumung von Protest-Camp vor

Stand: 24.10.2018 21:25 Uhr

Das Anti-Kohle-Aktionsbündnis "Ende Gelände" errichtet sein Protest-Camp in Kerpen-Manheim. Die Polizei hat die Räumung angekündigt.

Die Polizei hat angekündigt, das vom Aktionsbündnis “Ende Gelände” illegal errichtete Camp auf einem ehemaligen Sportplatz in Kerpen-Manheim im Rhein-Erft-Kreis zu räumen. Dazu wurden am Mittwochabend (24.10.2018) starke Kräfte zusammengezogen. Das Grundstück gehöre dem RWE-Konzern, sagte eine Sprecherin der zuständigen Aachener Polizei. RWE dulde das Camp der Braunkohlegegner nicht.

Freiwilliger Abzug?

Umweltaktivisten bei dem Aufbau des Camps
galerie

Protestcamp in Manheim

Derzeit halten sich nach Schätzungen der Polizei 150 bis 200 Umweltaktivisten dort auf. Den Demonstranten sei angeboten worden abzuziehen, wenn sie die größeren Zelte des Camps zurückließen, damit sie nicht an anderer Stelle wiederaufgebaut werden könnten. Falls die Demonstranten darauf nicht eingingen, werde geräumt, sagte die Sprecherin. Dazu würden vorsorglich mehrere Hundertschaften Polizei gesammelt.

Seit Tagen gibt es Streit um den Ort für das Camp von “Ende Gelände”: Das Verwaltungsgericht Aachen hat den Braunkohlegegnern eine Fläche bei Jülich zugewiesen. Diese sei zu weit vom Tagebau Hambach entfernt, kritisiert “Ende Gelände”. Das Aktionsbündnis will den Braunkohlentagebau am Wochenende mit rund 2.000 Kohlegegnern besetzen.

Transparente hängen an einem Haus in Manheim, in das Aktivisten eingedrungen sind. | Bildquelle: dpa
galerie

Umweltaktivisten in Manheim

Besetze Häuser im Umsiedlungsort

In Kerpen-Manheim-alt gibt es wegen des heranrückenden Tagebaus und der längst begonnenen Umsiedlung viele leerstehende Häuser. Seit Mitte Oktober (2018) haben Braunkohlegegner einige Häuser besetzt.

  • Räumungsklage gegen Hausbesetzer in Kerpen-Manheim-alt abgewiesen

Quelle: wdr.de

Darstellung: