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Deutschland oder Türkei Wer bekommt die EM 2024?

Stand: 27.09.2018 11:37 Uhr

Das Exekutivkomitee der UEFA entscheidet heute, ob die Fußball-EM 2024 in der Türkei oder in Deutschland stattfinden wird. Am Vormittag wurde bestätigt, dass 17 Mitglieder anwesend sind und abstimmen dürfen. Hier gibt es den Ablauf der Vergabe.

sportschau.de berichtet je nach Bekanntgabe frühestens ab 14:50 Uhr in einem Livestream von der Verkündung der Entscheidung. Vorher sind diese Details zur Abstimmung entscheidend:

Wie abgestimmt wird

Bei der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees am Donnerstag in Nyon erhält das Land den Zuschlag, das die meisten Stimmen erhält.

Im Falle einer Stimmengleichheit entscheidet der Sitzungsleiter alleine über die Vergabe. Im Normalfall ist das UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, der aber auch per Los entscheiden lassen kann. Wer nicht da ist, kann auch nicht abstimmen - einen Vertreter zu entsenden ist ausdrücklich nicht möglich.

Die Abstimmung ist geheim. Die stimmberechtigten Anwesenden haben die Wahl zwischen der Türkei, Deutschland und einer Enthaltung. Alleine Präsident Ceferin darf sich nicht enthalten.

17 Mitglieder wahlberechtigt und anwesend

Das UEFA-Exekutivkomitee besteht grundsätzlich aus 20 Mitgliedern, von denen sich aber nicht alle an der Wahl beteiligen dürfen. DFB-Präsident Reinhard Grindel und der türkische Vertreter Servet Yardimci dürfen nicht mit abstimmen, da ihre eigenen Verbände zur Wahl stehen. Von den 18 verbleibenden Mitgliedern fehlt Lars-Christer Olsson aus Schweden, der aus gesundheitlichen Gründen nicht angereist ist und damit auch nicht abstimmen wird.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin | Bildquelle: dpa
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UEFA-Präsident Aleksander Ceferin

Alle anderen 17 Mitglieder sind laut einer Mitteillung der UEFA vom Donnerstagvormittag anwesend und wahlberechtigt. Ein sicherer Sieg ist also mit neun Stimmen erreicht, weniger könnten nur bei möglichen Enthaltungen reichen.

Unter den Mitgliedern des Exekutivkomitees befinden sich der Präsident und die Vizepräsidenten, weitere gewählte Funktionäre, aber auch Vertreter aus den Interessenverbänden der Kluborganisationen ECA und European Leagues.

  • Aleksander Ceferin (Slowenien/UEFA-Präsident)
  • Karl-Erik Nilsson (Schweden)
  • Fernando Gomes (Portugal)
  • Grigoriy Surkis (Ukraine)
  • Michele Uva (Italien)
  • David Gill (England)
  • Zbigniew Boniek (Polen)
  • Sándor Csányi (Ungarn)
  • John Delaney (Irland)
  • Peter Gilliéron (Schweiz)
  • Florance Hardouin (Frankreich)
  • Borislav Mihaylov (Bulgarien)
  • Juan Luis Larrea Sarobe (Spanien)
  • Davor Šuker (Kroatien)
  • Michael van Praag (Niederlande)
  • Andrea Agnelli (Italien/für ECA)
  • Ivan Gazidis (England/für ECA)
  • Reinhard Grindel (Deutschland) - nicht wahlberechtigt
  • Servet Yardimci (Türkei) - nicht wahlberechtigt
  • Lars-Christer Olsson (Schweden/für European Leagues) - nicht anwesend

  • Das Exekutiv-Komitee der UEFA
  • Der Evaluationsbericht der UEFA zur Türkei und Deutschland [pdf]
  • Die Turnieranforderungen der UEFA [pdf]
  • Das Reglement der Bewerbung und der Abstimmung [pdf]

Wie der zeitliche Ablauf aussieht

Das Treffen des UEFA-Exekutivkomitees in der UEFA-Zentrale hat um 9 Uhr MESZ begonnen. Dabei sollten zunächst Berichte besprochen und zwei Futsal-Turniere vergeben werden.

Um 13 Uhr, nach einer einstündigen Mittagspause, wird es in der nicht-öffentlichen Sitzung ernst: Die Türkei und Deutschland präsentieren dann ihre Bewerbungen, die Reihenfolge wurde ausgelost - der DFB beginnt. Für den DFB treten Präsident Reinhard Grindel, EM-Botschafter Philipp Lahm, Bundestrainer Joachim Löw, Generalsekretär Friedrich Curtius, Bewerbungschef Markus Stenger und Nationalspielerin Celia Sasic auf.

Beide Bewerber zeigen ein Video und stehen jeweils 15 Minuten für Fragen des Exekutivkomitees zur Verfügung. Die Bewerbungsdelegationen müssen anschließend den Raum verlassen, wenn die UEFA-Administration dem Exekutivkomitee den Evaluationsbericht zu den beiden Bewerbungen erläutert.

Dann wird abgestimmt.

Laut UEFA nicht vor 15.05 Uhr wird UEFA-Präsident Ceferin den Ausrichter der EM 2024 dann öffentlich verkünden.

Was anschließend veröffentlicht wird

Die Wahl wird intransparent bleiben: Die Öffentlichkeit erfährt nur, welches Land den Zuschlag erhalten hat und in welcher Höhe die Abstimmung ausgefallen ist.

Welches Mitglied des Exekutivkomitees wie abgestimmt hat, bleibt wie bisher im Verborgenen. Bei der Vergabe zur EM 2016 setzte sich Frankreich mit 7:6 gegen die Türkei durch.

DFB-Präsident Grindel unter Druck
DFB-Präsident Grindel unter Druck

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. September 2018 um 09:00 Uhr.

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