Marcel Halstenberg, rechts, mit Teamkollegen nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Nordirland | Bildquelle: dpa

Fußballrechte Telekom überträgt EM 2024

Stand: 23.10.2019 14:45 Uhr

Die Fußball-EM wird 2024 erstmals nicht vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk übertragen. Stattdessen wird die Telekom das Turnier über ihre kostenpflichtigen Streamingdienste zeigen. Spiele der DFB-Elf sollen aber frei empfangbar sein.

Die Fußball-EM 2024 - die in Deutschland stattfindet - wird von der Telekom übertragen. Das Unternehmen sicherte sich die Rechte für das Heim-Turnier in knapp fünf Jahren, wie ein Sprecher bekannt gab. Damit erhielten ARD und ZDF erstmals nicht mehr den Zuschlag für die TV-Rechte. Sie haben aber ebenso wie private Fernsehsender die Chance, von der Telekom Sublizenzen zu erwerben und damit doch noch Livebilder von dem Turnier in Deutschland zu zeigen.

Die Vereinbarung über die Medienrechte mit der Europäischen Fußball-Union (UEFA) beinhaltet die exklusiven Verwertungsrechte für alle 51 Spiele. Die Partien werden über die kostenpflichtigen TV- und Streamingplattformen der Telekom übertragen. Alle Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sowie weitere EM-Begegnungen werden aber frei empfangbar sein, hieß es. Das gilt auch für die Halbfinalspiele und das Finale.

Sublizenzierung möglich

Die Telekom prüft zudem eine mögliche Sublizenzierung an einen Free-TV-Partner. Das ZDF zeigte sich bereits offen. "Unser Interesse, die EM 2024 in irgendeiner Form im Programm zu haben, besteht weiter. Wir bleiben für Gespräche mit den neuen Rechteinhabern offen", sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut.

Die Fußball-Europameisterschaften waren bisher fest in der Hand von ARD und ZDF. Anders sieht es bei der Berichterstattung von den Weltmeisterschaften aus. Bei der WM 2002 in Japan und Südkorea hatte mit Sat.1 erstmals auch ein deutscher Privatsender WM-Spiele live übertragen. RTL hatte 2006 und 2010 einige Spiele gezeigt. Der Pay-TV-Sender Premiere, der jetzt Sky heißt, war von 2002 bis 2010 dreimal dabei.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. Oktober 2019 um 14:00 Uhr.

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