Uli Hoeneß | Bildquelle: dpa

Hoeneß' Rückzug beim FC Bayern "Von mir wird noch zu hören sein"

Stand: 30.08.2019 13:56 Uhr

Nach vier Jahrzehnten an der Spitze des FC Bayern München hat Uli Hoeneß seinen Rücktritt verkündet. Bei einer Pressekonferenz sprach er über seine Nachfolge und die Gründe für seine Entscheidung.

Uli Hoeneß hat sich in einer Pressekonferenz zum Rückzug aus der Vereinsspitze des FC Bayern München geäußert. "Ich wollte das selbst entscheiden. Ich wollte von niemandem auf der Welt aufgefordert werden, unten rechts meine Demission zu unterschreiben", sagte der 67-Jährige. "Das ist mir meiner Ansicht nach großartig gelungen."

Mit "Zwistigkeiten" mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge habe der Rückzug aus seinen Ämtern nichts zu tun gehabt. In der einen oder anderen Sachfrage habe man unterschiedliche Auffassungen gehabt und es sei auch mal etwas lauter geworden, aber es sei immer eine Diskussion in der Sache gewesen. "Sie glauben doch wohl nicht, dass ich wegen einem Streit solch ein Amt aufgebe", so Hoeneß.

Uli Hoeneß verkündet Rückzug von Vereinsspitze
tagesthemen 21:45 Uhr, 30.08.2019, Christoph Nahr, BR

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Der angekündigte Rückzug aus den Ämtern sei eine lange gereifte Entscheidung aus mehreren Gründen gewesen: Mehr Zeit mit der Familie, ein gut aufgestellter Club und eine geordnete Zukunft seien Faktoren gewesen. Anstoß gegeben hätte auch die Jahreshauptversammlung im vergangenen Jahr, als es Kritik und Buhrufe gegeben hatte. Sie sei aber "kein ausschlaggebender Punkt" gewesen.

Zufrieden mit Nachfolge und künftigem Vorstand

In Oliver Kahn sieht Hoeneß eine gute Lösung für den Vorstand des Vereins: "Da ist eine großartige Entwicklung zu sehen", lobte Hoeneß den früheren Fußball-Nationaltorhüter. Kahn unterschrieb einen Fünfjahresvertrag, der am 1. Januar 2020 in Kraft tritt. Zunächst fungiert er als Mitglied des Vorstandes. Nach Ablauf des Vertrages von Rummenigge am 31. Dezember 2021 übernimmt Kahn von ihm das Amt des Vorstandsvorsitzenden.

Hoeneß' eigene Ämter soll der langjährige Adidas-Chef Herbert Hainer übernehmen. Dieser habe Hoeneß zufolge auch eine Anfrage für das Amt des DFB-Präsidenten erhalten. "Ich musste mich beeilen, dass ja nichts dazwischen kommt", sagte Hoeneß.

Uli Hoeneß und Adidas-Chef Herbert Hainer | Bildquelle: dpa
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Hoeneß und Adidas-Chef Herbert Hainer. Der Sportartikel-Manager wird als Hoeneß' Nachfolger gehandelt.

"Das erste Mal ohne größere Verantwortung"

Für die Zeit nach seinen Ämtern habe Hoeneß noch keinen Plan. Er werde das "erste Mal ohne größere Verantwortung" sein. "Aber eines können Sie mir glauben, wer mich kennt, weiß, dass ich kein Zigarre rauchender und Golf spielender Rentner werde."

Hoeneß will am 15. November nicht wieder als Vereinspräsident kandidieren. Seinen Vorsitz im Aufsichtsrat möchte er in der ersten Sitzung nach der Jahreshauptversammlung zur Verfügung stellen, sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrates werde er aber für die Dauer seiner Bestellung bis November 2023 weiterhin wahrnehmen. Er werde dem FC Bayern aber weiter als Ratgeber zur Seite stehen, kündigte Hoeneß an. "Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, von mir wird noch was zu hören sein", sagte Hoeneß.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. August 2019 um 14:00 Uhr.

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