Giulia Gwinn feiert mit Teamkolleginnen das vierte von fünf Toren für Deutschland im Spiel gegen Italien in Osnabrück. | Bildquelle: REUTERS

DFB-Frauen gegen Italien Siebtes Spiel, siebter Sieg

Stand: 10.11.2018 18:13 Uhr

Siebtes Spiel, siebter Sieg: Die Serie von Horst Hrubesch als Frauenfußball-Bundestrainer hielt auch gegen Italien. Die DFB-Auswahl gewann am Samstag (10.11.2018) souverän mit 5:2 (2:2) in Osnabrück.

Vor 5904 Zuschauern hatte Lina Magull die DFB-Elf bereits nach sechs Minuten in Führung gebracht, Sara Däbritz erhöhte (18.). Die Italienerinnen kamen mit ihren beiden einzigen Chancen vor der Pause durch Barbara Bonansea (29.) und Daniela Sabatino (43.) zum Ausgleich.

Nach dem Wechsel markierte Giulia Gwinn (50.) die erneute Führung, die kurz zuvor eingewechselte Lena Petermann baute sie nach einer Stunde aus. Den Schlusspunkt setzte Leonie Maier (86.). Die Hoffenheimerinnen Maximiliane Rall und Lena Lattwein sowie Sydney Lohmann vom FC Bayern gaben ihr Debüt in der Auswahl. "Die fünf Tore sind okay, aber das eine oder andere hätte es noch mehr sein dürfen", sagte Hrubesch: "Dass nicht alles ganz rund läuft, war mir klar. Aber wenn man über 90 Minuten immer wieder versucht, das Spiel zu bestimmen, muss ich ihnen ein Kompliment machen. Mich haben nur die beiden Gegentore gestört." 

Deutschland gegen Italien - die Tore
Deutschland gegen Italien - die Tore

Frauen-Nationalmannschaft: Horst Hrubesch in Osnabrück | Bildquelle: firo Sportphoto
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Horst Hrubesch bei seinem vorletzten Länderspiel

Hrubesch setzte wieder auf junge Spielerinnen

Der Härtetest am Dienstag (16.00 Uhr) in Erfurt gegen Spanien ist der letzte Einsatz von Kultcoach Horst Hrubesch, bevor er zum Jahresende in den Ruhestand geht. Ab Dezember bereitet Martina Voss-Tecklenburg die DFB-Frauen auf die WM in Frankreich (7. Juni bis 7. Juli 2019) vor. "Wir sind demütig, es war eine sehr tolle und prägende Zeit mit Horst. Ich konnte viel von ihm lernen fürs Spiel und fürs Leben. Wir versuchen, das letzte Spiel mit ihm zu genießen und ihm einen schönen Abschied zu bereite", sagte Sara Däbritz.

Mit Blick auf die Zukunft blieb der 67-jährige Hrubesch seiner Linie treu und gab jungen Spielerinnen eine Chance. Die Debütantinnen Maximiliane Rall und Lena Lattwein von der TSG Hoffenheim durften beginnen. Im Tor vertrat die in ihrem zweiten Länderspiel etwas unsichere Freiburgerin Merle Frohms die verletzte Almuth Schult. Auch Dzsenifer Marozsan fehlte. Nach einer Lungenembolie vor vier Monaten kam ein Einsatz für die etatmäßige Spielführerin noch zu früh, stattdessen trug Angreiferin Alexandra Popp die Kapitänsbinde.

Deckung nicht immer auf der Höhe

Die Wolfsburgerin war auch am frühen Führungstreffer beteiligt, als sie beim Konter auf Magull durchsteckte. Die Mittelfeldspielerin vollendete per Linksschuss. Däbritz legte nach einer Ecke per Distanzschuss nach. Bei allem Offensivdrang der Deutschen ging im Rückwärtsgang der Überblick verloren. Jeweils nach langen Bällen ließen die beiden Stürmerinnen Bonansea und Sabatino die verjüngte deutsche Hintermannschaft alt aussehen.

Auch nach der Pause harmonierte die deutsche Offensive bestens. Eine tolle Vorlage der ohnehin stark aufspielenden Münchnerin Magull verwertete die erst 19-jährige Gwinn zu ihrem ersten Länderspiel-Treffer. Eine Direktabnahme der eingewechselten Petermann sorgte für klarere Verhältnisse. Maier gelang nach einem krassen Fehler der italienischen Torhüterin Laura Giuliani der Schlusspunkt.

Die Rückkehr der Dzsenifer Marozsan
Die Rückkehr der Dzsenifer Marozsan

Thema in: Sport am Wochenende, Deutschlandfunk, Samstag, 10.11.18, 19.10 Uhr

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 10. November 2018 um 23:30 Uhr.

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