Ball der WM 2018 | Bildquelle: imago/Pius Koller

Entscheidung der FIFA Dopingakten russischer Spieler geschlossen

Stand: 22.05.2018 17:33 Uhr

Der Weltfußballverband FIFA erklärt, keine hinreichenden Beweise für Doping-Verstöße aktueller russischer WM-Spieler gefunden zu haben und die Akten in Absprache mit der Anti-Dopingagentur WADA geschlossen zu haben.

Die Untersuchungen zu allen Spielern des vorläufigen Turnier-Kaders wurden "mangels ausreichender Beweise für das Vorliegen eines Verstoßes" eingestellt. Lediglich gegen Spieler, die nicht bei der WM im Einsatz sein werden, liefen dagegen noch Untersuchungen, wie der Weltverband am Dienstag mitteilte.

Einheimische Funktionäre unter Verdacht

Die ARD hatte am Sonntag (21.05.2018) über auffällige Dopingproben von Fußball-Nationalspielern aus dem vorläufigen WM-Kader Russlands berichtet, die nicht ausreichend untersucht worden sein sollen. Im Dezember 2014 hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA im Moskauer Kontrolllabor 155 Proben von Fußballern in Russland beschlagnahmt, unter denen sich auch die der Nationalspieler befinden. Einheimische Funktionäre stehen unter Verdacht, die zweifelhaften Befunde aus dem Jahr 2014 vertuscht zu haben.

Fifa beendet Ermittlungen gegen russische Spieler
sportschau
22.05.2018 20:45 Uhr

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"Wir haben in der vergangenen Woche die FIFA angefragt, ob sie auffällige verdächtige Befunde explizit auf alle verbotenen Substanzen und alle verbotenen Methoden nachgetestet hat. Darauf gab und gibt es von der FIFA nach wie vor keine Antwort. Nur dann hätten ihre Nachtests wirklich eine Aussagekraft", erklärte Hajo Seppelt von der ARD-Dopingredaktion.

FIFA befragte auch Kronzeugen Rodschenkow

Bei ihrer Untersuchung befragte die FIFA nach eigenen Angaben mit Hilfe von Experten unter anderem auch den früheren Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors, Grigori Rodschenkow. Dieser lebt inzwischen als Kronzeuge in den USA und steht unter Zeugenschutz. Er hatte schwere Vorwürfe gegen russische Fußballer und den Verband erhoben. Der frühere Sportminister Witali Mutko habe gefordert, positive Dopingbefunde nicht weiter zu verfolgen.

Quelle: sportschau.de

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