Dortmunds Christian Pulisic (M) reagiert nach einer vergebenen Torchance gegen Brügges Torwart Ethan Horvath (l) und Stefano Denswil | Bildquelle: dpa

Champions League BVB zieht glanzlos ins Achtelfinale ein

Stand: 28.11.2018 23:10 Uhr

Borussia Dortmund hat ohne Glanz sein erstes großes Etappenziel erreicht und ist ins Achtelfinale der Champions League eingezogen.

Der BVB holte beim 0:0 gegen den belgischen Meister FC Brügge den nötigen Punkt, um zum achten Mal in die K.o.-Runde der Königsklasse einzuziehen, im Fernduell mit Atletico Madrid um den Gruppensieg ist Dortmund aber nun auf Schützenhilfe angewiesen. Der BVB muss sein letztes Gruppenspiel am 11. Dezember bei der AS Monaco gewinnen und zugleich auf einen Ausrutscher von Atletico gegen Brügge hoffen - sonst droht ein vermeintlich schwierigerer Gegner im Achtelfinale.

"Es war ein zähes Spiel, kein gutes Spiel. Wir hatten in der ersten Halbzeit zwei hundertprozentige Chancen, danach wurde es schwieriger, Lücken zu finden. Wir haben es individuell nicht gut gemacht. Primär war aber der Einzug ins Achtelfinale", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

BVB vermeidet zu großes Risiko

Als souveräner Tabellenführer der Fußball-Bundesliga strotzten die Dortmunder vor Selbstvertrauen, konnten aber bereits mit einem einzelnen Punktgewinn das Achtelfinale klarmachen. Entsprechend scheute Dortmund zunächst das große Risiko und war um Kontrolle bemüht. Der FC Brügge, den BVB-Trainer Lucien Favre im Vorfeld als einen "sehr, sehr schwierigen Gegner" bezeichnet hatte, stand sehr defensiv und lief die Dortmunder erst etwa 35 Meter vor dem eigenen Tor an.

Dadurch fehlte dem BVB der nötige Platz, um sein gefürchtetes Kombinationsspiel im höchsten Tempo aufzuziehen. Dennoch fand Favres Team immer wieder Lücken, wenn es den Ball schnell laufen ließ.

Nachdem Christian Pulisic zwei Möglichkeiten (10., 30.) vergeben hatte, tauchte plötzlich Kapitän Marco Reus frei vor dem Tor der Gäste auf, er verfehlt es aber um wenige Zentimeter (32.). Torjäger Paco Alcacer, der zuletzt als Joker für Furore gesorgt hatte, durfte diesmal von Beginn an ran. Der Spanier ersetzte Mario Götze im Sturmzentrum, hatte aber zunächst kaum Bindung zum Spiel.

Kein Mittel gegen die "Mauer von Brügge"

Gewohnt aktiv war dagegen Verteidiger Lukasz Piszczek, der sein 45. Champions-League-Spiel für Dortmund absolvierte und damit zum alleinigen BVB-Rekordspieler in der Königsklasse avancierte. Auch im zweiten Durchgang bestimmte Dortmund das Geschehen und schnürte die Gäste teils minutenlang in deren Hälfte ein. Doch es fehlten die Ideen, das Tempo und der in der Bundesliga so oft gezeigte Spielwitz, um die Defensive der Belgier vor ernsthafte Probleme zu stellen.

Auch der auffällige Pulisic lief sich bei einem Solo fest. In dieser Phase leistete sich der BVB nun auch einige leichte Fehler im Aufbau und lud die Belgier so immer wieder zu Kontern ein. Doch sowohl Abdou Diallos missglückter Pass als auch ein Fehler von Dan-Axel Zagadou blieben zunächst unbestraft. Auch, weil Kapitän Reus mehrere Ballverluste mit großem Einsatz noch ausbügelte.

Auch Sancho blieb ohne Wirkung

In der Schlussphase brachte BVB-Trainer Favre unter anderem Shootingstar Jadon Sancho (73.) für den glücklosen Europameister Raphael Guerreiro, um den dritten Heimsieg doch noch zu erzwingen. Doch am Ende blieb es beim torlosen Unentschieden.

Am kommenden Samstag (01.12.2018, 15:30 Uhr, Live-Ticker bei sportschau.de) empfängt Dortmund in der Bundesliga den SC Freiburg, am 11. Dezember spielt der BVB dann um den Gruppensieg in der Champions League bei AS Monaco.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 28. November 2018 um 00:00 Uhr.

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