Yasin Ehliz erzielt das 2:0 für Deutschland

Eishockey-WM Pflichtsieg für DEB-Team

Stand: 09.05.2018 21:30 Uhr

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihre Pflichtaufgabe bei der WM in Dänemark erfüllt. Gegen den Außenseiter Südkorea gab es einen klaren Sieg.

Mit dem höchsten WM-Sieg seit 13 Jahren hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft jeglichen Zweifel am Klassenerhalt ausgeräumt und ihre geringe Chance auf das Viertelfinale gewahrt. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm gewann am Mittwoch (09.05.2018) nach drei Niederlagen bei der Weltmeisterschaft in Dänemark problemlos 6:1 (1:0, 3:0, 2:1) gegen den Neuling Südkorea.

Leon Draisaitl: "Müssen an unserer Chancenverwertung arbeiten"
Leon Draisaitl: "Müssen an unserer Chancenverwertung arbeiten"

Um zum dritten Mal in Folge die K.o.-Runde zu erreichen, wird der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) ein weiterer Erfolg im nächsten Spiel der Gruppe B am Samstag (12.05.2018) gegen Lettland aber aller Voraussicht nach nicht reichen. Das Team um NHL-Star Leon Draisaitl wird wohl auch gegen die Favoriten Finnland oder Kanada punkten müssen. "Wir wollen jetzt so viele Punkte wie möglich mitnehmen. Das beginnt am Samstag", sagte Draisaitl.

Sturm: "Viele Tore sind gut fürs Selbstvertrauen"
sportschau
10.05.2018 12:31 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Draisaitl mit dem ersten Tor

Stürmerstar Draisaitl von den Edmonton Oilers (11. Minute), der Nürnberger Yasin Ehliz (21./49.), die Münchner Patrick Hager (30.) und Yannic Seidenberg (53.) sowie Frederik Tiffels von den Wheeling Nailers aus der ECHL (35.) erzielten vor 7.092 Zuschauern in Herning die Tore für das Sturm-Team. Mit dem Sieg im ersten WM-Duell mit dem Olympia-Gastgeber, dem höchsten seit dem 9:1 im Jahr 2005 gegen Slowenien, vermied die DEB-Auswahl einen nervenaufreibenden Abstiegskampf. "In der Situation, in der wir waren, war doch viel Druck auf uns. Dafür haben wir einen guten Job gemacht", sagte Olympia-Silbermedaillengewinner Hager.

Die weiter punktlosen Südkoreaner, die Nummer 18 der Weltrangliste, steuern mit 29 Gegentoren nach vier Spielen schnurstracks zurück in die Zweitklassigkeit.

Keine weitere Hilfe aus der NHL

Im Kampf um das Viertelfinale erhält die deutsche Mannschaft keine weitere Hilfe aus der NHL. Der zweimalige Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl sagte nach dem Play-off-Aus mit Titelverteidiger Pittsburgh Penguins seine WM-Teilnahme ab. Der 26 Jahre alte Stürmer sei "angeschlagen und vertragslos", teilte der DEB zwei Stunden vor dem Spiel mit. Sturm vergab den letzten Platz für einen Feldspieler im WM-Kader an den Schwenninger Mirko Höfflin, den neunten WM-Debütanten.

Dennis Seidenberg: "Haben noch viel Luft nach oben"
Dennis Seidenberg: "Haben noch viel Luft nach oben"

Nervöser Beginn

Zehn Minuten brauchte die DEB-Auswahl, um nach nervösem Beginn das Spiel gegen den krassen Außenseiter in den Griff zu bekommen. Die erste Überzahl verhalf ihr zum 1:0: Nur acht Sekunden dauerte es, bis Draisaitl mit einem abgefälschten Schuss die erste deutsche Führung des Turniers erzielte. Fortan spielte sich das Geschehen immer mehr im südkoreanischen Drittel ab, Torhüter Niklas Treutle musste sich mit Dehnübungen warmhalten. Beim zweiten Treffer benötigte das Sturm-Team 63 Sekunden im Powerplay, bis der Puck nach Ehliz Nachschuss im Netz landete. Spätestens nach Hagers 3:0 war das Spiel entschieden und der Widerstand der mit sechs eingebürgerten Kanadiern verstärkten Asiaten gebrochen. Den Treffer der Südkoreaner erzielte Brock Radunske (58.).

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Mittwoch, 09.05.18 ab 22.50 Uhr

Quelle: sportschau.de

Darstellung: