Devin Booker von FC Bayern Basketball jubelt nach einem Korberfolg | Bildquelle: imago/kolbert-press

Sieg im fünften Finalspiel FC Bayern ist Basketball-Meister

Stand: 16.06.2018 22:25 Uhr

Die Basketballer des FC Bayern haben das fünfte und entscheidende Spiel der BBL-Play-offs gewonnen und sich die deutsche Meisterschaft gesichert.

Die Münchner gewannen das fünfte Spiel der Best-of-Five-Serie am Samstagabend (16.06.2018) in eigener Halle gegen Alba Berlin souverän mit 106:85 und sicherten sich damit nach dem Pokalsieg erstmals in der Klubgeschichte das Double. Auch im zehnten Anlauf setzte sich damit das Heimteam im entscheidenden fünften Duell durch. Die Bayern hatten in den Play-offs zuvor Frankfurt (3:2) und Bamberg (3:1) ausgeschaltet. Berlin war nach Siegen Oldenburg (3:2) und Ludwigsburg (3:0) in die Finalserie eingezogen.

Wie bei ihren beiden Siegen in den Spielen zwei und drei legten die Münchner auch in der alles entscheidenden Partie einen furiosen Start hin und legten schon früh den Grundstein zum Erfolg. Schon das erste Viertel (32:19) geriet zu einer Demonstration der Offensivstärke des besten Teams der Hauptrunde: Devin Booker und Jared Cunningham schlossen mehrmals mit spektakulären Flugeinlagen ab.

FC Bayern mit beeindruckender Trefferquote

Die Berliner versuchten mit ihren starken Distanzschützen dagegen zu halten, kamen aber gegen die bissige, sehr aufmerksame Bayern-Verteidigung kaum zu guten Abschlüssen. Nur drei von elf Versuchen trafen die Berliner in der ersten Halbzeit aus dem 2-Punkte-Bereich, hinzu kamen neun Ballverluste, die gnadenlos bestraft wurden. Die Münchner legten ihrerseits vor der Halbzeitpause eine beeindruckende Trefferquote von 69 Prozent auf. Als Alex King kurz vor der Sirene per Dreipunktewurf die Führung auf 22 Punkte hochschraubte (58:36), zeigte auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß auf der Tribüne erstmals die Siegerfaust.

Danilo Barthel: "Ich bin überglücklich"
sportschau
17.06.2018 11:16 Uhr

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Berlins MVP Sikma kaltgestellt

Die Berliner kamen zunächst stärker aus der Kabine. Als Spencer Butterfield mit drei schnellen erfolgreichen Abschlüssen den Rückstand auf elf Punkte verkürzte, keimte kurz Hoffnung auf. Butterfiled war mit 29 Punkten auch bester Werfer des Spiels.

Doch die Münchner fanden schnell wieder in die Spur, stellten mit Regisseur Peyton Siva und MVP Luke Sikma Berlins wichtigste Ballverteiler kalt - und ließen auch offensiv weiter kaum etwas liegen. Als Nihad Djedovic, mit 19 Punkten erfolgreichster Münchner Schütze, zum Schluss des dritten Viertels mit einem Dreier per Buzzer-Beater die Führung auf 25 Punkte (86:61) hochschraubte, war die Partie und das Rennen um die Meisterschaft vorzeitig entschieden.

Barthel wird Finals-MVP

"Wir haben hart gearbeitet, mussten viele Rückschläge wegstecken, aber am Ende haben wir verdient gewonnen", sagte Bayerns Center Maik Zirbes bei Telekomsport - bevor er Coach Dejan Radonjic die obligatorische Weißbierdusche verpasste. Der Trainer hatte die Münchner erst Ende März, wenige Wochen vor dem Start der Play-offs nach der Entlassung von Sasa Djordjevic übernommen.

Münchens Nationalspieler Danilo Barthel wurde im Anschluss zum Finals-MVP, zum wertvollsten Spieler der Finalserie gewählt.

Quelle: sportschau.de

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