Manchester City's Leroy Sane kämpft mit Hoffenheims Nadiem Amiri  um den Ball.  | Bildquelle: REUTERS

Champions League Hoffenheim verfehlt Minimalziel

Stand: 12.12.2018 22:45 Uhr

Gegen den englischen Meister Manchester City hat Hoffenheim Königsklassen-Tauglichkeit bewiesen. Letztlich entschied jedoch Manchesters Offensive um Leroy Sané das Spiel.

Julian Tilders

Dass es die letzten 90 Minuten in der Königsklasse für Hoffenheim sein würden, war bereits vor der Partie klar. Umso leidenschaftlicher lehnte sich die TSG gegen Manchester City auf, um nach der zuletzt enttäuschenden 2:3-Pleite gegen Donezk doch noch das Minimalziel Europa League zu erreichen. TSG-Verteidiger Ermin Bicakcic hatte vor dem Spiel angekündigt: "Wir fahren nicht nach Manchester, um uns dort das Stadion anzusehen."

Vor 50.411 Zuschauern musste ein Sieg her. Und im Parallelspiel war ein Erfolg von Lyon über Donezk die zweite Bedingung für die Europa-League-Quali.

Hoffenheim erzwingt zunächst das Glück

Wie schon in den vergangenen Gruppenspielen nahm Hoffenheim früh das Zepter in die Hand. Die Elf von Trainer Julian Nagelsmann agierte energisch und war darauf bedacht, möglichst viele Spieler in Ballnähe zu bekommen, um einen Ballverlust der Gastgeber zu erzwingen. Viel Laufarbeit und hohe Konzentration war die Devise, die sich in der 16. Spielminute erstmals auszahlte.

Citys Verteidiger Aymeric Laporte riss Benjamin Hübner im Sechzehner nieder, Schiedsrichter Andreas Ekberg entschied auf Strafstoß. Andrej Kramaric verwandelte zur 1:0-Führung (16.) und sorgte für einen Funken Hoffnung bei etwa 1800 mitgereisten Fans aus dem Kraichgau.

In der Folge riss Manchester das Spielgeschehen aber an sich, wurde vor allem über Standards brandgefährlich und traf zweimal das Aluminium, außerdem rettete Baumann einmal mit einer großartigen Reaktion vor John Stones' Kopfball aus kurzer Distanz (21.). Die TSG-Offensivabteilung zog sich zurück, um dem Mittelfeld beim Verteidigen der blitzschnell gefahrenen Angriffe Manchesters zu helfen. City kontrollierte nun das Geschehen, hatte zwischenzeitlich 65 Prozent Ballbesitz.

Leroy Sané avanciert zum Matchwinner

Kurz vor der Halbzeit schlug dann die Stunde von Leroy Sané, der eine traumhafte Freistoßposition zentral vor dem Sechzehner zum 1:1-Ausgleich in der Nachspielzeit (45.+1) für die "Citizens" nutzte und Baumann keine Chance ließ.

Nach dem Pausentee hatte City innerhalb kürzester Zeit zwei Großchancen, Laporte scheiterte zweimal hintereinander an Baumann, anschließend verspielten Raheem Sterling, Bernardo Silva und Sané eine Drei-gegen-Zwei-Situation leichtsinnig.

Kurz darauf machte es Sané bei einem Bilderbuch-Konter besser, schnürte seinen Doppelpack (61.) und krönte seine Leistung. Die Räume für City wurden größer - sicherlich auch der enormen Laufarbeit Hoffenheims geschuldet, die ihren Tribut forderte. Es blieb beim 1:2 aus Hoffenheimer Sicht. "Der Stolz überwiegt heute auf jeden Fall. Wir waren lange auf Augenhöhe. Wir sind verdient in Führung gegangen und haben über weite Strecken wenig zugelassen", bewertete Trainer Julian Nagelsmann die Leistung dennoch positiv.

Auch das Ergebnis des Parallelspiels machte der TSG einen Strich durch die Rechnung. Donezk und Lyon trennten sich 1:1 (1:0), Hoffenheim wäre somit auch bei einem Sieg Gruppenletzter geblieben. In allen Gruppenspielen der Champions League kassierte die TSG mindestens zwei Gegentore - zu viele für die Königsklasse. Und auch zu viele für die Europa League.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. Dezember 2018 um 00:00 Uhr.

Darstellung: