Leroy Sane von Manchester City, links, und Ishak Belfodil von Hoffenheim  | Bildquelle: dpa

Champions League Hoffenheim verpasst Coup gegen Guardiola

Stand: 02.10.2018 20:53 Uhr

Die Heim-Premiere in der Champions League ging für 1899 Hoffenheim unglücklich zu Ende. Das Team aus dem Kraichgau musste sich am Dienstag (02.10.2018) Manchester City im zweiten Spiel der Gruppe F erst wenige Minuten vor dem Ende mit 1:2 (1:1) geschlagen geben.

Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann agierte sehr kämpferisch und gut organisiert, konnte sich der spielerischen Überlegenheit des von Pep Guardiola trainierten englischen Meisters aber nicht bis zum Schlusspiff erwehren. 

"Es tut natürlich weh, so kurz vor Schluss so ein Ding zu bekommen", sagte Hoffenheims Innenverteidiger Stefan Posch und räumte seinen entscheidenden Fehler vor dem zweiten Gegentor kurz vor Spielende ein. "Ich muss aus dem Fehler lernen. Ich sehe Silva hinter mir nicht und muss den Ball eigentlich klären", sagte der 21-Jährige.

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Unerfahrene TSG-Abwehr

"Die spielen sehr guten Fußball, machen sehr viel Druck. Wir sind sehr froh, dass wir dieses Spiel gewinnen konnten", sagte Manchester Angreifer Leroy Sané sichtlich erleichtert.

Es war in der Tat kein Spaziergang für City, obwohl Hoffenheim zehn Ausfälle zu beklagen hatte. So hatten sich Neu-Nationalspieler Nico Schulz (Oberschenkel) und Steven Zuber (Rücken) auch noch kurzfristig abgemeldet. Besonders dramatisch war die Personalnot in der Defensive, so mussten die unerfahrenen Youngster Stefan Posch (21), Kevin Akpoguma (23) und Justin Hoogma (20) in der Dreier-Abwehrreihe ran.

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Blitzstart für Hoffenheim

Die Partie war kaum angepfiffen, da gingen die Hoffenheimer in Führung. Karem Demirbay passte den Ball nach 40 Sekunden in die Schnittstelle von Manchesters Abwehr, Ishak Belfodil startete im richtigen Moment und schob den Ball ganz souverän an Citys Torhüter Ederson vorbei. Das Glücksgefühl der Nagelsmann-Elf dauerte aber nur sieben Minuten an, ehe Manchester City Ernst machte. 

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Sané wurde auf der linken Seite in die Tiefe geschickt. Der Angreifer spielt quer auf Sergio Agüero, der sich noch gegen einen Verteidiger durchsetzte und den Ball aus sechs Metern zum 1:1 ins Netz schob. 

Gefürchtetes Passspiel von Manchester

Ab diesem Moment entfaltete sich das gefürchtete Passspiel der Engländer. Vor allem Sané auf der linken Seite sorgte für viel Wirbel. Hoffenheim schaltete nahezu ausschließlich in den Verteidigungsmodus. Torhüter Oliver Baumann verhinderte mehrfach mit Paraden gegen den überaus agilen Agüero einen Rückstand. 

Hoffenheim spielte sehr diszipliniert und suchte das Glück in der Folge im Konterspiel, richtig gefährlich wurden die Hoffenheimer in der ersten Hälfte aber nicht mehr.  

Posch mit schmerzhaftem Fehler

Nach der Pause konnten sich die Hoffenheimer ein wenig vom Dauerdruck des Gegners befreien und versuchten, erneut mit mit schnellem Umschaltspiel gefährlich zu werden. Eine Torchance sprang dabei aber nicht heraus. 

Aber immerhin gelang es ihnen nun deutlich besser, das Guardiola-Team vom eigenen Tor fernzuhalten. Glück hatte Hoffenheim, dass Schiedsrichter Damir Skomina nicht auf Strafstoß entschied, als Torhüter Baumann Sané elfmeterreif gefoult hatte. 

Die Hoffenheimer hatten die Partie zunehmend gut im Griff, ehe der individuelle Fehler von Posch zur Niederlage führte: Der Innenverteidiger verlor den Ball im Strafraum und David Silva traf vier Minuten vor dem Ende zur Entscheidung. 

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. Oktober 2018 um 06:00 Uhr.

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