Angelique Kerber in Wimbledon | Bildquelle: AP

Wimbledon-Finale Kerbers Chance zur Revanche

Stand: 14.07.2018 13:33 Uhr

Zum zweiten Mal in ihrer Karriere steht Angelique Kerber am Samstag (14.07.2018) im Finale von Wimbledon. Gegen ihre Gegnerin Serena Williams hat sie etwas gutzumachen.

Kerber will sich mit der Wimbledon-Revanche gegen Williams einen Kindheitstraum erfüllen. Die ehemalige Weltranglisten-Erste trifft am Samstag - live im sportschau.de-ticker - wie vor zwei Jahren im Endspiel auf die US-Amerikanerin. Mit einem weiteren Meisterstück gegen die 36-Jährige würde Kerber als erste Deutsche seit 1996 - damals gewann Steffi Graf - auf den Rasenplätzen in London triumphieren und sich mit ihrem dritten Grand-Slam-Titel in der Historie von Wimbledon verewigen.

"Ich habe Wimbledon immer als kleines Kind verfolgt, mit Boris und Steffi. Es war immer als kleines Kind mein Traum, hier mal zu spielen", sagte die glückliche, aber noch nicht gänzlich zufrieden wirkende deutsche Nummer eins. "Jetzt stehe ich zum zweiten Mal im Finale. Für die Historie ist das bestimmt schön."

Kerbers Traum vom Sieg in Wimbledon

14.07.2018 12:01 Uhr

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Zum zweiten Mal im Endspiel

Die 30-jährige Kielerin zog nach ihrem souveränen Sieg gegen Jelena Ostapenko (6:3, 6:3) zum zweiten Mal nach 2016 ins Endspiel ein. Mit ihrer überzeugenden Konstanz und Geduld spielte die Linkshänderin ihre Erfahrung gegenüber der neun Jahre jüngeren Haudrauf-Spielerin Ostapenko aus. "Hier wieder im Finale zu stehen, bedeutet mir schon sehr viel", sagte Kerber. "Es ist ein großartiges Gefühl. Dafür trainieren wir, für die Matches auf der großen Bühne. Es kommt aber noch ein Match."

Für die Neuauflage des Finales von 2016 scheint Kerber gerüstet. Damals hatte die zweimalige Grand-Slam-Siegerin einen glänzenden Auftritt gezeigt, war aber dennoch der jahrelangen Branchen-Anführerin aus den USA unterlegen gewesen. Wiederholt sie aber ihren Coup von Melbourne 2016, als sie Serena Williams im Endspiel der Australian Open besiegte, würde sie auch eine Bestmarke von Graf verteidigen. Mit ihrem achten Wimbledon-Titel würde Williams Graf in dieser Statistik abhängen (7). "Es ist ein komplett neues Match", sagte Kerber.

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Siegerin Cilly Aussem (r.) und Hilde Krahwinkel schütteln sich die Hände beim Wimbledon-Finale 1931

Als das Empire State Building in New York eröffnet wurde, fand das erste Wimbledon-Finale der Damen mit deutscher Beteiligung statt. 1931 spielten es die beiden Deutschen Cäcilia "Cilly" Aussem (r.) und Hilde Krahwinkel aus. Aussem gewann mit 6:2, 7:5. Krahwinkel schaffte es nach ihrer Heirat mit dem Dänen Sven Sperling 1936 noch einmal ins Wimbledon-Endspiel. Krahwinkel-Sperling verlor auch dieses gegen die Amerikanerin Helen "Hull" Jacobs mit 2:6, 6:4, 5:7. | Bildquelle: akg-images / Imagno

Williams steht vor historischem Rekord

Williams kann am Samstag zudem bei ihrem nur zweiten Grand-Slam-Auftritt als Mutter ihren 24. Grand-Slam-Titel holen und den Allzeit-Rekord der Australierin Margaret Court einstellen. "Ich liebe es, sie spielen zu sehen. Egal was für mich passiert, es ist eine unglaubliche Motivation für mich", sagte Williams über die Rivalität mit der Kielerin.

Gute Nachricht am Rande: Herzogin Meghan und Herzogin Kate haben ihren Besuch für das Finale angekündigt. Das gab das britische Königshaus über seinen Twitter-Account bekannt. Die ehemalige US-Schauspielerin Meghan Markle ist gut befreundet mit der Rekord-Grand-Slam-Siegerin Williams, die gemeinsam mit Ehemann Alexis Ohanian unter anderem bei Markles Hochzeit mit Prinz Harry im Mai zu Gast war. "Uns verbindet schon lange eine sehr gute Freundschaft", sagte Williams: "Sie hat mich schon oft in Wimbledon unterstützt, jetzt kommt sie wieder - in einer etwas anderen Rolle."

Quelle: sportschau.de

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