Thomas Dreßen gewinnt in Garmisch-Partenkrichen | Bildquelle: picture alliance/AP Photo

Abfahrt in Garmisch Dreßen triumphiert auf der "Kandahar"

Stand: 01.02.2020 12:16 Uhr

Speedspezialist Thomas Dreßen hat sich beim Heimrennen auf der "Kandahar" in Garmisch-Partenkirchen einen Kindheitstraum erfüllt. Der Mittenwalder erwischte die perfekte Linie und fuhr eindrucksvoll zum Sieg.

Nach der Lauberhornabfahrt in Wengen und der "Streif" in Kitzbühel waren die Speedspezialisten am Samstag (01.02.20) beim dritten Klassiker in Garmisch-Partenkirchen gefordert. Das Rennen auf der "Kandahar"-Abfahrt, eine der anspruchsvollsten Strecken im Ski-Weltcup, eröffnete Thomas Dreßen. Der 26-Jährige hatte in Wengen Platz drei eingefahren, in Kitzbühel wurde er nur 26..

Beim Heimrennen wollte der Mittenwalder wieder ganz vorne mitmischen. 1:39,31 Minuten legte Dreßen mit einer soliden Fahrt auf der eisigen knapp unter drei Kilometer langen Strecke vor. "Einfahrt Hölle war jetzt nicht so optimal", analysierte Dreßen im ZDF. Er habe aber danach "Vollgas gegeben" und "ich wüsste nicht, wie ich es besser fahren soll." Es ist der erste deutsche Sieg in Garmisch seit Markus Wasmeier 1992. "Das ist ein Traum", strahlte Dreßen.

Mitfavoriten müssen sich geschlagen geben

Schnell war klar, Dreßen hatte die schnellste Linie gefunden. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) war 0,16 Sekunden langsamer, der Trainingsschnellste Johann Clarey (FRA) 0,17. Vincent Kriechmayer (AUT) verlor schon 0,26 Sekunden auf die Bestzeit. Auch Titelverteidiger und Topfavorit Beat Feuz (+0,35(SUI) kam nicht an die Zeit des Oberbayern heran. Damit stand das Podest fest. Dreßen holte sich seinen zweiten Saison-Erfolg vor Kilde und Clarey.

Starkes DSV-Teamergebnis

Josef Ferstl (SC Hammer e.V.) kam bei den Zwischenzeiten bis auf 15 Hundertstel an Dreßen heran, doch im Ziel fehlten dem 31-Jährigen dann doch 0,65 Sekunden auf den Teamkollegen. "Ich bin zufrieden heute.", der Fehler in der Hölle "kostet mich halt wieder einen guten Platz", so Ferstl, der immerhin 12. wurde. Für ihn ist Dreßen "der Mann des Tages mit einer großen Zukunft." Auch Andreas Sander (+0,72) fuhr im Sog von Dreßen ein starkes Rennen. Der 30-Jährige (SG Ennepetal) kam auf Platz 14..

Dominik Schwaiger (WSV Königssee) blieb unter einer Sekunde Rückstand und konnte Platz 17 feiern. Romed Baumann (+0,98), Überraschungssiebter in Kitzbühel, fand dieses Mal nicht die ganz ideale Linie. Der 34-Jährige vom WSV Kiefersfelden reihte sich noch als 19. ein. Manuel Schmid (SC Fischen) rundete das gute deutsch Teamergebnis als 24. ab. Simon Jocher (+2,80/SC Garmisch) beedete das Rennen als 46.

Fill verabschiedet sich

Vom Weltcup-Zirkus verabschiedete sich in Garmisch-Partenkirchen der Italiener Peter Fill. Seine Karriere-Bilanz: 20 Podestplätze, drei Weltcupsiege, WM-Silber und Bronze. Zwei Mal gewann er den Abfahrtsweltcup, einmal den Kombinationsweltcup. "Jetzt geht es ins richtige Leben", freute sich Fill nach seinem letzten Rennen.

Thema in: Blickpunkt Sport, Sonntag 21.45 Uhr, BR Fernsehen. Gast im Studio: Thomas Dreßen.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 01. Februar 2020 um 13:00 Uhr.

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