Deutschlands (l-r) Katharina Althaus, Ramona Straub, Carina Vogt und Juliane Seyfarth freuen sich über eine historische Goldmedaille. | Bildquelle: dpa

Nordische Ski-WM DSV-Frauen springen zu historischem Gold

Stand: 26.02.2019 18:00 Uhr

Katharina Althaus, Ramona Straub, Carina Vogt und Juliane Seyfarth freuen sich | Bildquelle: dpa
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Katharina Althaus, Ramona Straub, Carina Vogt und Juliane Seyfarth freuen sich über Gold

Das deutsche Skisprung-Team wird immer mehr zum Medaillenhamster bei den Ski-Weltmeisterschaften in Seefeld. Nach Gold für Markus Eisenbichler, Silber für Karl Geiger und Gold für das Männer-Team, legten die Frauen am Dienstag (26.02.2019) nach. Bei der Premiere des Mannschafts-Wettbewerbes bei einer Weltmeisterschaft gewannen Juliane Seyfarth, Ramona Straub, Carina Vogt und Katharina Althaus Gold. Gastgeber Österreich jubelte über Silber, Bronze ging an Norwegen.

Es waren Sprünge in die Geschichtsbücher, die Seyfarth, Straub, Vogt und Althaus in Seefeld bei teilweise schwierigen Bedingungen zeigten. Die deutsche Mannschaft geht als erster Team-Weltmeister der Frauen in die Historie ein. Gold war quasi vorprogrammiert. Deutschland hatte vier Weltklasse-Athletinnen am Start - das ist keiner anderen Nation vergönnt. Doch anders als erwartet, war es bis zur letzten Springerin keine klare Angelegenheit.

Vorsprung geringer als gedacht

Der Top-Favorit lag (fast) immer in Führung. Nur nach der ersten Runde tauchte Deutschland auf Rang drei hinter Österreich und Norwegen auf. Ausgerechnet Straub, die als schwächste Springerin im DSV-Quartett eingeschätzt wurde, sorgte mit einem Riesensatz auf 106 Meter für einen komfortablen Vorsprung von 20 Punkten. Doch dieser schmolz, weil Olympiasiegerin Vogt, die in Seefeld im Training noch nicht zurecht kam, leicht verdreht nur auf 99 Meter flog. Auch Schlussspringern Althaus (104,5 Meter) büßte im Vergleich auf die Norwegerin Maren Lundby (108 Meter) einiges ein. Zur Halbzeit hatte das DSV-Quartett nur noch neun Punkte Vorsprung.

Ramona Straub | Bildquelle: imago/GEPA pictures
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Ramona Straub landet erst bei 106 Metern.

Straub schafft wieder ein Polster

Und auch der Start in den zweiten Durchgang strapazierte das Nervenkostüm weiter. Die Thüringerin Seyfarth hatte Pech mit den Bedingungen, landete schon bei 95 Metern und verlor weiter. "Ich kann sicher ein bisschen besser springen", sagte Seyfahrt im Ersten und war glücklich, dass Straub das deutsche Team wie schon im ersten Durchgang mit einem Sprung auf 100 Metern deutlich in Führung brachte - auch weil die Verfolger aus Norwegen und Österreich Federn ließen. "Ich hatte von Beginn an ein super Gefühl auf der Schanze", freute sich Straub und blickte dann gespannt die Schanze hinauf.

Vogt hätte den deutschen Sieg schon unter Dach und Fach bringen können, schwächelte aber erneut und kam nur auf 92,5 Meter. Plötzlich wurde gerechnet. Deutschland hatte vor der letzten Gruppe neun Punkte Vorsprung auf Österreich mit Daniela Iraschko-Stolz und rund 22 Punkte auf Norwegen mit Lundby. Das musste doch reichen! Es reichte, weil Althaus mit 99,5 Metern einen starken Sprung zeigte und die Konkurrentinnen keinen übermächtigen Flug auspackten.

Straub: "Vielleicht wird ein Bier aufgemacht"
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Nächste Goldchance schon am Mittwoch

Jahrelang mussten die Skisprung-Frauen um ihre Teilnahmeberechtigung bei einer WM kämpfen, jetzt gibt es gleich drei Gold-Chancen. Nach der WM-Premiere des Teamspringens geht es am Mittwoch (16.15 Uhr im Ticker bei sportschau.de) für Top-Fliegerin Althaus und Co. um Einzelmedaillen von der Normalschanze. Am Samstag (16.00 Uhr im Ticker bei sportschau.de) steht dann zum Abschluss der Mixed-Wettbewerb an.

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Das eingeplante Gold - Bilder vom Teamspringen der Damen

Juliane Seyfarth

Juliane Seyfarth eröffnete für das deutsche Team und sollte gleich für einen Vorsprung sorgen. Doch die Thüringerin landete nicht so weit wie erhofft. | Bildquelle: dpa

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. Februar 2019 um 18:00 Uhr.

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