Deutsches Skispringer-Team | Bildquelle: dpa

WM in Österreich Deutsches Skispringer-Team holt Gold

Stand: 24.02.2019 16:30 Uhr

Es sind deutsche Gold-Festspiele in Seefeld und Innsbruck: Nach den Kombinierern räumten auch die Skispringer im Team den Weltmeister-Titel ab. Die Gold-Medaille war dabei schon zur Halbzeit sicher, denn während die Deutschen ohne Ausreißer nach unten blieben, schwächelte die Konkurrenz regelmäßig.

Skispringen - die Siegerehrung nach dem Team-Springen
Skispringen - die Siegerehrung nach dem Team-Springen

Am Samstag jubelten Markus Eisenbichler und Karl Geiger über Gold und Silber im Einzelspringen, am Sonntag (24.02.2019) feierte das ganze Team. Das bärenstarke deutsche Quartett mit Geiger, Richard Freitag, Stephan Leyhe und Eisenbichler flog souverän zum Weltmeister-Titel. Auf der Großschanze in Innsbruck leisteten sich die DSV-Adler nicht einmal den Anflug einer Schwäche und gewannen überlegen mit fast 60 Punkten Vorsprung. Silber ging an Österreich, Bronze gewann Japan. Der bis dahin aktuelle Team-Weltmeister Polen ging als Vierter leer aus. "Der Titel bedeutet mir sehr viel. Er passt sehr gut zu diesen fünf Jungs. Es war eine Flugshow vom ersten Springer weg. Ich bin dankbar, dass ich dabei sein konnte", freute sich Bundestrainer Werner Schuster.

Geiger legt mit Traumsprüngen vor

Gold war quasi schon sicher, als Startspringer Geiger seinen zweiten Sprung auf 130 Meter zog. Die Konkurrenten, die allesamt schwächere Sprünge einbauten, lagen zu diesem Zeitpunkt schon mehr als 40 Punkte zurück. Dagegen schwebten die DSV-Adler auf Wolke sieben. Freitag war mit 120 Metern bester in seiner Gruppe, Leyhe überzeugte mit 128,5 Metern. Eisenbichler (128,5 m) durfte als Schlussspringer das Sahnehäubchen auf eine überragende Mannschaftsleistung setzen.

Skispringen - der zweite Durchgang des Teamspringens
Skispringen - der zweite Durchgang des Teamspringens

Sattes Polster schon zur Halbzeit

Schon nach dem ersten Durchgang hatte das deutsche Team deutlich in Führung gelegen. Schuster war deshalb zufrieden. "Im Moment läuft es sehr gut. Es waren zwei außergewöhnliche Sprünge von Karl und Markus. Die Voraussetzungen sind gut", sagte Schuster bei Halbzeit im Ersten. 24,2 Punkte oder 13 Meter Vorsprung hatte das DSV-Quartett auf den zweitplatzierten Österreich. Großen Anteil daran hatte Silberadler Geiger, der dem deutschen Team mit 129,0 Meter einen weltmeisterlichen Auftakt bescherte. Freitag segelte ohne Aufwind auf 121 Meter, Leyhe überzeugte bei seinem ersten Sprung mit 126 Metern und Weltmeister Eisenbichler haute mit 128 Metern richtig einen raus. "Es macht einen Mega-Spaß zum Hupfen", lachte der Bayer.

Eisenbichler muss sich jetzt einige Tage gedulden, erst am Freitag (01.03.2019) geht es von der Normalschanze weiter.

Wellinger nicht mit dabei

Dann wohl wieder ohne den formschwachen Andreas Wellinger, der beim Einzel am Samstag (23.02.) den zweiten Durchgang verpasst hatte und nicht für das Teamspringen nominiert worden war. "Ich hab vor der WM schon gewusst, dass es für mich schwer werden würde. Die Situation nervt mich wie Sau, ändert aber nichts daran, mich mit den anderen mitzufreuen", sagte Wellinger.

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Deutsche Skispringer rocken WM in Seefeld

Karl Geiger

Den Grundstein zum Weltmeister-Titel legte "Silber-Karl" mit zwei traumhaften Sprüngen, die ein großes Polster bedeuteten. | Bildquelle: dpa

Thema in: Wintersport im Ersten, 24.02.2019, Ab 14.45 Uhr

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtet tagesschau24 am 24. Februar 2019 um 18:00 Uhr im Sport-Ressort.

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