Geraint Thomas jubelt in Paris über seinen Sieg bei der Tour de France 2018 | Bildquelle: SEBASTIEN NOGIER/EPA-EFE/REX/Shu

Schlussetappe in Paris Thomas gewinnt die Tour de France

Stand: 29.07.2018 22:15 Uhr

Geraint Thomas hat als erster Waliser die Tour de France gewonnen. Der 32 Jahre alte Radprofi aus der überragenden britischen Sky-Mannschaft verwies bei der 105. Auflage den Niederländer Tom Dumoulin und den entthronten Seriensieger Chris Froome auf die Plätze zwei und drei.

Alexander Kristoff jubelt auf der 21. Etappe | Bildquelle: AFP
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Alexander Kristoff jubelt auf der 21. Etappe

Die 21. und letzte Etappe auf den Pariser Champs-Élysées gewann am Sonntag (29.07.2018) nach 116 Kilometern der Norweger Alexander Kristoff vor dem deutschen Profi John Degenkolb. Der dreimalige Weltmeister Peter Sagan konnte nicht in den Massensprint eingreifen. Sein sechstes Grünes Trikot als Punktbester hatte sich der Bora-hansgrohe-Kapitän aus der Slowakei schon vorher gesichert.

Den einzigen Etappensieg der elf deutschen Tourstarter konnte sich Degenkolb gutschreiben. Er gewann die neunte Etappe in Roubaix und verpasste im Finale am Sonntag knapp den zweiten Streich. Die in den vorangegangenen Jahren sehr erfolgreichen Topsprinter Marcel Kittel und André Greipel waren bereits früh ausgeschieden.

Champagner für Thomas

Schon nach dem Etappenstart gab es ein Gläschen Champagner für Thomas. "Das fühlt sich noch alles surreal an", sagte der Waliser, der nach dem größten Coup seiner Karriere von Glückwünschen überhäuft und den Gefühlen übermannt wurde. Den britischen Erfolg rundete der entthronte Seriensieger Froome auf Rang drei (+2:24 Minuten) ab - er war nach vier Tour-Siegen erst unmittelbar vor dem Start 2018 vom Doping-Verdacht freigesprochen worden. Das Superteam Sky stellte zum sechsten Mal in den vergangenen sieben Jahren den Tour-Champion.

Nach mehr als drei Wochen Kampf in der Ebene und auf dem Berg, auf Kopfsteinpflaster und gegen die Uhr war Thomas der verdiente Sieger. Darüber waren sich Kontrahenten wie Beobachter einig. Der langjährige Helfer von Froome vermied folgenschwere Stürze, bestimmte in den Alpen und Pyrenäen das Tempo und räumte letzte Zweifel mit Rang drei im Zeitfahren am Samstag hinter Dumoulin und Froome aus. "Er war absolut unglaublich in den letzten Wochen", lobte Dumoulin.

Degenkolb: "Es hat nicht viel gefehlt"

Für Paris-Sieger Kristoff war der Triumph auf den Champs-Élysées mehr wert als Geld. Der Ex-Weltmeister setzte sich im finalen Sprint vor Degenkolb und Arnaud Démare durch. "Es war ein guter Sprint von mir und der ganzen Mannschaft", sagte Degenkolb. "Es hat nicht viel gefehlt."

Geraint Thomas gewinnt Tour de France 2018

30.07.2018 14:01 Uhr

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Fast hätte also Degenkolb die deutsche Erfolgsgeschichte in Paris fortgeschrieben. Bei solchen Massenspurts hatten zuletzt fast immer deutsche Fahrer gejubelt, aber die in Paris schon erfolgreichen Marcel Kittel (2013, 2014) und André Greipel (2015, 2016) schieden auf schweren Alpenetappen in der zweiten Woche aus. So holte Degenkolb den einzigen deutschen Sieg 2018, als er auf der schweren 9. Etappe über das Kopfsteinpflaster nach Roubaix überragte. Die anderen Deutschen waren als Helfer für ihre jeweiligen Kapitäne vorgesehen.

Quelle: sportschau.de

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