Marius Lindvik in Innsburck | Bildquelle: picture alliance/dpa

Vierschanzentournee Karl Geiger nur Achter in Innsbruck

Stand: 04.01.2020 16:35 Uhr

Marius Lindvik hat auch das Vierschanzentournee-Springen in Innsbruck gewonnen. Der Norweger feierte den Sieg vor dem Polen Dawid Kubacki, dem neuen Gesamtführenden. Karl Geiger wurde nur Achter und fiel in der Gesamtwertung auf Platz drei zurück.

Auf dem Schanzentisch in Innsbruck wurden die Tourneekarten am Samstag (04.01.20) neu gemischt. Dawid Kubacki hatte günstige Windverhältnisse und wusste sie zu nutzen. Der Pole setzte schon im ersten Durchgang mit 133 Metern zu einem Wechsel an der Spitze des Gesamtklassements an. Der bislang Dritte in der Tourneewertung verdrängte Ryoyu Kobayashi, der nur auf 122 Meter sprang.

Auch für Karl Geiger passten im ersten Durchgang die Verhältnisse nicht. Mit 117,5 Metern lag er als 23. weit hinter seinen Möglichkeiten. Ein Rückschlag für den 26-Jährigen. Als Mitfavorit auf den Tagessieg war auch der Österreicher Philipp Aschenwald nach 115 Metern früh aus dem Rennen.

Der stärkste Flug gelang Marius Lindvik mit 133 Metern. Der Sieger von Garmisch-Partenkirchen hatte sich auch schon in der Qualifikation gegen die Konkurrenz durchgesetzt. "Es ist unglaublich", sagte der 21-Jährige, der nach dem ersten Sprung im Gesamtklassement nur noch zwei Punkte hinter dem bis dahin noch führenden Kobayashi lag. 9,5 Punkte waren es auf Kubacki.

Lindvik überragend, Geiger kann sich steigern

Im Finale waren die Verhältnisse dann weiter wechselhaft. Geiger erwischte einen guten Sprung und konnte 126 Meter nachlegen. Das Gesamt-Ergebnis drückte allerdings auf die Stimmung des Oberstdorfers. "Es war echt ein zäher Tag" so Geiger: "Die Schanze ist schwierig, vor allem bei wechselden Bedingungen". Der 26-Jährige hatte aber mit Platz acht seinen Optimismus wieder gefunden: "Die Sprünge waren nicht erste Sahne, aber es ist noch nicht alles vorbei."

Denn auch Rivale Kobayashi kam nur auf 120 Meter, damit rückte Geiger in der Gesamtwertung knapp vor den Japaner, der den Wettbewerb als 14. abschloss.

Kubacki übernimmt Führung in der Tournee-Gesamtwertung

Der Sieg ging allerdings auch in Innsbruck an Lindvik, der sich knapp vor Kubacki durchsetzte. Lindviks Landsmann Daniel-André Tande wurde Dritter. "Es ist die unglaublichste Form, die ich bislang in meiner Karriere hatte", sagte Lindvik, der auch im vierten Springen der Vierschanzentournee attackieren will. Der 21-Jährige ist zum ersten Mal bei der Tournee dabei - und feierte seine ersten beiden Weltcupsiege überhaupt.

In der Gesamtwertung führt nach dem Springen in Innsbruck allerdings Kubacki mit 9,1 Punkten vor Lindvik und und 13,3 Punkten vor Geiger. Der bisherige Spitzenreiter Kobayashi ist 0,4 Punkte hinter Geiger Vierter.

Leyhe wird starker Fünfter

Bester Deutscher war in Innsbruck Stephan Leyhe (SC Willingen), der die konstanteste Leistung im DSV-Kader ablieferte. Der 27-Jährige bestätigte mit zwei Sprüngen auf 125 Meter seine gute Form. Damit schob er sich noch vor Geiger auf Platz fünf. "Heute war sehr gut mit dem fünften Platz", so Leyhe: "So will ich morgen weiter machen."

Constantin Schmid (WSV Oberaudorf), mit 20 Jahren der Youngster im Tournee-Team, schaffte mit 118 Metern keine Top-Weite, war als 26. aber ebenfalls im zweiten Durchgang dabei. Mit seinem Satz über 115 Meter im zweiten Durchgang landete er auch am Ende auf Platz 26. "Eine Verkettung von ungünstigen Umständen", nannte er die unterschiedlichen Sprungbedingungen.

Auch Markus Eisenbichler (TSV Siegsdorf) blieb unter seinen Möglichkeiten und schaffte es als 30. aber noch ins Finale. Mit 114,5 und 116,5 Metern gelangen dem Weltmeister von Innsbruck 2019 dieses Mal keine guten Sprünge. Der 28-Jährige wurde 27..

Paschke nicht im finalen Durchgang

Pius Paschke (WSV Kiefersfelden) musste gegen Antti Aalto antreten. Der 29-Jährige sprang zwar 120,5 Meter, verlor aber sein Duell gegen den Finnen (119 Meter) durch die schlechteren Haltungsnoten. Um 0,7 Punkte lag er hinten, dass reichte auch nicht für die Lucky-Loser-Plätze. Auch Moritz Baer (SF Gmund-Dürnbach) kam mit 107 Metern nicht in den zweiten Durchgang.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 04. Januar 2020 um 17:20 Uhr.

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