Die Bayern-Stürmer Serge Gnabry, rechts, und Robert Lewandowski mit Teamkollegen | Bildquelle: REUTERS

Fußball-Bundesliga Gnabry schießt Bayern zum Sieg

Stand: 01.12.2018 17:32 Uhr

Die Bayern haben dank Serge Gnabry ihre leichte Ergebniskrise mit einem Sieg in Bremen beendet und bleiben Spitzenreiter Dortmund auf den Fersen.

Michael Buchartz

Der Nationalangreifer steuerte einen Doppelpack (20./50.) zum 2:1-Auswärtserfolg in Bremen bei. Es war sein Erster im Dress des Rekordmeisters. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für Werder markierte der Japaner Yuya Osako (33.). In der Nachspielzeit musste Bremens Niklas Moisander mit Gelb-Rot vom Platz. "Man muss anerkennen, dass die Bayern als Mannschaft sehr gut funktioniert haben", sagte Werder-Coach Florian Kohfeldt. "In den zehn Minuten nach unserem Führungstor haben wir zu passiv verteidigt, ansonsten wurde gut gearbeitet", war FCB-Trainer Niko Kovac zufrieden.

Bremen effektiv

Bayern begann druckvoll und drängte Bremen hintenrein - fehlendes Selbstvertrauen war nicht zu spüren. Jiri Pavlenka verhinderte nach sieben Minuten mit einer Glanztat die Führung für die Münchner durch Robert Lewandowski. Der Rekordmeister blieb spielbestimmend und nach 20 Minuten war es geschehen: Joshua Kimmich setzte Gnabry traumhaft ein, der im Nachschuss einnetzte. Thomas Müller (26.) und Lewandowski (39.) verpassten bei hochkarätigen Chancen weitere Treffer.

Das Problem des Rekordmeisters: Defensiv erlaubten sie sich die von Kovac angesprochene zehnminütige Schlafphase, in der zuerst Manuel Neuer mit einer starken Parade bei einem Distanzschuss die Führung sicherte (29.), bevor vier Minuten später Osako Jerome Boateng bei einem Kopfball alt aussehen ließ und am rausgekommenen Neuer vorbei zum Ausgleich traf.

Gnabry mit der Entscheidung

Im zweiten Durchgang bot sich dasselbe Bild. Bremen weit hintendrin, Bayern klar besser. Müller und Niklas Süle verpassten die erneute Führung (47./48.). Zwei Minuten später lag der Ball dann im Netz der Bremer - Gnabry veredelte eine Müller-Hereingabe. Danach verflachte die Partie etwas.

Der Rekordmeister überließ Bremen etwas mehr Spielanteile, die die Gastgeber nicht nutzen konnten. Die Münchner setzten mehr auf Konter. Chancen ergaben sich daraus keine. Da die Bremer nach vorne kaum etwas zustande brachten, blieb es beim verdienten Sieg der Bayern. In der Nachspielzeit tat sich allerdings nochmal etwas bei den persönlichen Strafen: Moisander sah nach einem unnötigen Check gegen Lewandowski die Ampelkarte.

Wieder Heimspiel für Werder

München empfängt am nächsten Samstag (08.12.2018) den 1. FC Nürnberg zum bayrischen Duell. Dort könnten die Münchner dann endgültig die Krise ad acta legen. Bremen eröffnet bereits einen Tag früher den 14. Spieltag mit einem Heimspiel - ebenfalls gegen einen Aufsteiger. Der Tabellenletzte Fortuna Düsseldorf kommt ins Weserstadion.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. Dezember 2018 um 16:00 Uhr.

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