Werder Bremen spielt gegen Aufsteiger 1. FC Nürnberg unentschieden | Bildquelle: FOCKE STRANGMANN/EPA-EFE/REX/Shu

Fußball-Bundesliga Werder verspielt Sieg gegen Nürnberg

Stand: 16.09.2018 17:52 Uhr

Werder Bremen hat sich gegen den 1. FC Nürnberg den Sieg im letzten Moment aus der Hand nehmen lassen.

Der Schock kam aus Bremer Sicht kurz vor dem Abpfiff: Der Europapokal-Aspirant führte am Sonntag (16.09.2018) bis in die Nachspielzeit durch ein Tor von Maximilian Eggestein (26. Minute) mit 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg. Am Ende reichte es nur zu einem 1:1 (1:0). Den Ausgleich für den Aufsteiger erzielte Last-Minute-Neuzugang Virgil Misidjan (90.+2). Bremens von Dortmund gekommener Mittelfeldspieler Nuri Sahin ärgerte sich: "Wir haben es nicht zu Ende gebracht. Wir hätten das zweite Tor nachlegen müssen. Am Schluss standen wir zu tief und wurden bestraft."

Immerhin: Werders Coach Florian Kohfeldt überstand auch sein 14. Heimspiel ohne Niederlage und zog mit Trainerlegende Otto Rehhagel gleich, der eine solche Serie zu Beginn der 80er Jahre hingelegt hatte.

Nürnberg mit Last-Minute-Tor zum Remis
sportschau
17.09.2018 13:31 Uhr

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Traumtor von Eggestein

Bremen übernahm vom Anpfiff weg das Kommando. Der Klub wollte erst einmal hinten sicher stehen und lauerte auf Konter. Das klappte bis zur 26. Minute, als Bremens überragender Eggestein von der Strafraumgrenze in den rechten Torwinkel traf. Der Aufsteiger agierte auch danach ängstlich und kam in der ersten Halbzeit zu keiner Torchance.

Werder musste sich jedoch den Vorwurf gefallen lassen, nicht effektiver seine Möglichkeiten genutzt zu haben. Schüsse von Kapitän Max Kruse (15.) und Martin Harnik (21.) wurden in letzter Sekunde abgeblockt, nach einer halben Stunde verzog Kruse in zentraler Position knapp.

Tor nach Videobeweis aberkannt

Nach dem Seitenwechsel überfiel die Bremer eine seltsame Lethargie. Nürnberg kam so immer besser in die Partie und in der 59. Minute zum vermeintlichen Ausgleichstreffer. Doch nach Videobeweis zählte das Tor von Ondrej Petrak wegen einer Abseitsstellung von Mikael Ishak nicht. Kohfeldt reagierte und brachte Sahin für Philipp Bargfrede (71.) und Milot Rashica (67.) für Harnik. Dennoch blieb Werder eigentümlich drucklos. Die Nürnberger witterten ihre Chance, steckten nie auf und belohnten sich am Ende durch Joker Misidjan für ihre Moral und ihren Einsatz.

Werder spielt nun am kommenden Samstag (22.09.2018) beim FC Augsburg, Nürnberg empfängt dann Hannover 96.

Quelle: sportschau.de

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