Ein afghanischer Soldat am Anschlagsort nahe der Bagram Air Base nördlich von Kabul. | Bildquelle: STRINGER/EPA-EFE/REX

Afghanistan USA und Taliban reden wieder

Stand: 07.12.2019 16:34 Uhr

Im September hatte US-Präsident Trump überraschend die Friedensverhandlungen mit den Taliban abgebrochen - nun sitzen Vertreter der Islamisten und der USA wieder an einem Tisch. Das langfristige Ziel: eine dauerhafte Waffenruhe.

Die USA haben ihre Friedensgespräche mit den Taliban offiziell wieder aufgenommen. Der US-Sondergesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, kam mit Vertretern der militant-islamistischen Gruppe in Katar zusammen. Dort haben die Taliban ein Büro.

Der Sprecher des politischen Büros der Taliban, Suhail Schahin, teilte auf Twitter mit, dass die Verhandlungen an dem Punkt fortgesetzt wurden, wo sie abgebrochen worden waren. Nach Angaben der USA soll es um ein Versprechen der Taliban gehen, die Gewalt zu senken. Ein langfristiges Ziel ist demnach eine dauerhafte Waffenruhe.

Neue Gewalt in Afghanistan

US-Präsident Donald Trump hatte die Friedensgespräche im September nach gut einem Jahr überraschend unterbrochen. Damals hieß es, dass die Gespräche kurz vor einem Abschluss standen. Ende November kündigte Trump schließlich an, dass die Gespräche wieder aufgenommen würden.

Noch nimmt die Gewalt in Afghanistan aber kein Ende. Nach Angaben des US-Militärs, sind in der Nacht zu Samstag 37 Taliban-Kämpfer bei Luftangriffen getötet worden. Bei Einsätzen afghanischer Soldaten seien außerdem 22 weitere Kämpfer getötet worden. Die Taliban verüben nahezu täglich Anschläge auf Militärposten in ganz Afghanistan. Sie kontrollieren fast die Hälfte des Landes.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 07. Dezember 2019 um 17:15 Uhr.

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