Zurückgenommener Austritt USA wollen WHO-Schulden begleichen

Stand: 17.02.2021 18:47 Uhr

Erst verkündete Ex-Präsident Trump den Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation, dann nahm die neue Regierung den Schritt zurück. Nun wollen die USA ausstehende Millionen-Zahlungen zügig überweisen.

Die USA wollen nach dem Bekenntnis der neuen Regierung zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch im Februar ihre Schulden begleichen. "Bis Ende des Monats beabsichtigen die Vereinigten Staaten, mehr als 200 Millionen (Dollar) an veranschlagten und laufenden Verpflichtungen gegenüber der WHO zu zahlen", kündigte Außenminister Antony Blinken vor dem UN-Sicherheitsrat an. Unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump hatten die USA vergangenes Jahr ihren Ausstieg aus der WHO erklärt.

Blinken sagte, die Wiederaufnahme der Zahlungen spiegele das Bestreben der Regierung von Präsident Joe Biden wider, den internationalen Kampf gegen die Corona-Pandemie anzuführen. Nichtsdestotrotz strebten die USA eine Reform der Weltgesundheitsorganisation an.

Austritt wäre Anfang Juli wirksam geworden

Trump hatte trotz Corona-Krise die Zahlungen an die UN-Organisation im April vergangenen Jahres eingefroren. Der Austritt der USA wäre Anfang Juli 2021 wirksam geworden, wurde von Biden aber gleich am ersten Arbeitstag zurückgenommen.

Die USA sind schon seit 1948 Mitglied der WHO und deren wichtigster Geldgeber. Trumps Entscheidung hatte weltweit Kritik ausgelöst. Er machte der Organisation schwere Vorwürfe in Bezug auf ihren Umgang mit der Corona-Pandemie: Er beschuldigte sie, zu spät über die Gefahren des Virus informiert und sich notwendigen Reformen verschlossen zu haben. Damit sei die WHO mitverantwortlich für die hohe Opferzahl.

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