Flug ins All US-Privatrakete besteht den Test

Stand: 22.04.2013 02:01 Uhr

Mit mehrtägiger Verzögerung ist die US-Trägerrakete "Antares" zu ihrem Testflug gestartet. Wie die Weltraumbehörde NASA meldete, wurde sie von der Wallops-Insel im US-Bundesstaat Virginia abgeschossen.

Im Kontrollraum der Mission brach Beifall aus, NASA-Chef Charles Bolden gratulierte zum "Bilderbuchstart" der Rakete. Mit dem Test sei auch gleichzeitig der jüngste Weltraumbahnhof der USA für Flüge zur Internationalen Raumstation ISS eingeweiht worden, sagte Bolden. Nach dem erfolgreichen Start soll nun in drei Monaten ein Testflug zur ISS folgen, noch vor Jahresende dann will das Unternehmen erstmals Fracht zur Raumstation bringen.

Orbital Sciences ist neben SpaceX eine von zwei privaten US-Firmen, die im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS bringen sollen. Orbital Sciences hat bereits einen 1,9 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) schweren Auftrag für acht Versorgungsflüge im Jahr 2016. Geplant ist vor allem, dass die 40 Meter lange Trägerrakete den privaten Raumfrachter "Cygnus" ins All transportiert, um die ISS mit Vorräten, Ersatzteilen und Materialien für wissenschaftliche Experimente zu versorgen.

Die NASA hatte 2011 ihr Shuttle-Programm eingestellt und verfügt damit nicht mehr über eine eigene Weltraumflotte. SpaceX hatte vergangenen Mai Geschichte geschrieben, als seine unbemannte Raumkapsel "Dragon" als erstes privates Raumschiff an die ISS andockte. Anders als "Cygnus" kann "Dragon" Fracht von der ISS auch wieder auf die Erde zurückbringen.

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