Tagung in Johannesburg Mehr Schutz für Schuppentiere, Haie und Affen

Stand: 05.10.2016 14:29 Uhr

Sie werden wegen ihrer Stoßzähne gejagt oder landen als Delikatessen auf den Tellern in Luxusrestaurants: Die Weltartenschutzkonferenz hat nun Beschlüsse gefasst, wie man den Handel mit bedrohten Tieren einschränken kann.

Mehr als 2500 Vertreter der 183 Mitgliedsländer des Washingtoner Artenschutzabkommens (Cites) verhandelten fast zwei Wochen lang im südafrikanischen Johannesburg über den Schutz bedrohter Arten.

Die wichtigsten Ergebnisse der Konferenz: Der internationale Handel mit Elfenbein bleibt verboten, Schuppentiere unterliegen künftig dem höchsten Schutz und für Tropenhölzer gibt es künftig strengere Handelsbestimmungen. "Die Artenschutzkonferenz hat sich als außerordentlich handlungsfähig erwiesen", sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. "Die Weltgemeinschaft steht zusammen im Kampf gegen das Artensterben."

"Beschlüsse längst überfällig"

Hendricks' Engagement auf der Konferenz lobt Jörg-Andreas Krüger, Leiter Biodiversität beim WWF (World Wide Fund For Nature) Deutschland. Er und weitere Naturschützer sind mit den Ergebnissen zufrieden - im Interview mit tagesschau24 sagte Krüger aber auch, die nun getroffenen Beschlüsse seien "längst überfällig gewesen". Dass einige Tierarten, wie zum Beispiel Elefanten, nicht unter strengeren Schutz gestellt wurden, beurteilt Krüger positiv: Dies müsste lediglich zu neuen Gesetzen führen - das größte Problem sei vor allem bei Elfenbein jedoch der illegale Handel, der "mit mafiösen Methoden" arbeite.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. Oktober 2016 um 12:00 Uhr.

Darstellung: