Studie des Herstellers BioNTech-Vakzin schützt auch Jugendliche

Stand: 31.03.2021 15:14 Uhr

Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer ist bislang sowohl in den USA als auch in der EU erst für Menschen ab 16 Jahren zugelassen. Laut einer Studie des Herstellers schützt er aber auch jüngere zuverlässig vor einer Covid-19-Erkrankung.

Der Corona-Impfstoff von BioNTech und Pfizer ist laut Angaben des US-Pharmakonzerns auch bei Jugendlichen von 12 bis 15 Jahren sicher und wirksam. In einer Studie mit 2260 Freiwilligen dieser Altersstufe in den USA sei keiner der geimpften Teilnehmer an Covid-19 erkrankt, teilte Pfizer mit. 18 Personen seien es in der Vergleichsgruppe gewesen, die nur ein Placebo erhalten hätten.

Die Unternehmen sprachen von "sehr hohen Antikörperantworten" bei den Studienteilnehmern. Dies sei ein ermutigendes Zeichen im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Hoffnung auf schnelle Zulassung

Pfizer und sein deutscher Partner BioNTech wollen bereits in den kommenden Wochen bei der US-Medikamentenbehörde FDA eine Notfallzulassung ihres Vakzins auch für Jugendliche ab 12 Jahren beantragen. Bisher sind Impfungen ab 16 Jahren möglich - das gilt sowohl in den USA als auch in der EU. "Es ist sehr wichtig, Kindern eine Rückkehr zum normalen Schulalltag sowie Treffen mit Familie und Freunden zu ermöglichen", erklärte BioNTech-Gründer Ugur Sahin.

Die Studie ist nicht sehr umfangreich und wurde auch noch nicht in einer Fachzeitschrift veröffentlicht und begutachtet. Sollten sich die vorläufigen Erkenntnisse bestätigen und die Aufsichtsbehörden grünes Licht für die Verwendung geben, könnte mit Impfungen auch in diesen Altersstufen begonnen werden. In den USA, wo die Impfungen schon viel weiter vorangeschritten sind als in der EU, könnten diese Jahrgänge sogar vor dem neuen Schuljahr im Herbst geimpft werden.

Bei den 12- bis 15-Jährigen waren die Nebenwirkungen der Impfung laut Pfizer ähnlich wie bei jungen Erwachsenen: Schmerzen, Fieber, Schüttelfrost und Abgeschlagenheit vor allem nach der zweiten Dosis. Antikörper entwickelten die jungen Probanden sogar mehr als die Älteren. Die Studie soll noch zwei Jahre fortgeführt werden, um Langzeitfolgen auszuschließen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 31. März 2021 um 14:36 Uhr.

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