Gedenkmarsch für getötete Roma in Auschwitz | Bildquelle: AFP

Zeremonie in Auschwitz Gedenken an Sinti und Roma

Stand: 02.08.2019 18:08 Uhr

In der Gedenkstätte des früheren deutschen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau ist des NS-Völkermords an den Sinti und Roma gedacht worden. Zu den Rednern gehörte der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson.

Der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson hat an der Gedenkstätte des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau der Ermordung der Sinti und Roma vor 75 Jahren gedacht. Der 77 Jahre alte Geistliche betete vor Ort und wirkte tief bewegt, als er eine Gaskammer und ein Krematorium sowie eine Ausstellung zum Massenmord an den Roma und Sinti besuchte.

Der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson hat an der Gedenkstätte des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau der Ermordung der Sinti und Roma vor 75 Jahren gedacht. | Bildquelle: AP
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Der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson zog Parallelen zwischen Sinti und Roma in Europa und den Afroamerikanern in den USA.

Jackson verglich das Leid der lange verfolgten Minderheit in Europa mit jenem der Afroamerikaner. Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, sagte, der Kampf der Afroamerikaner im 20. Jahrhundert für Bürgerrechte sei Vorbild und Inspiration. Bei der Gedenkveranstaltung waren laut Organisatoren rund 20 Überlebende anwesend, überwiegend Roma und Sinti und einige Juden.

Gedenken an die ermordeten Sinti und Roma
tagesthemen 21:45 Uhr, 02.08.2019, Dirk Lipski, ARD Warschau

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Staatsminister Roth verurteilt anhaltenden Antiziganismus

Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth, rief in der Gedenkstätte zum Widerstand gegen Antiziganismus auf. Sinti und Roma würden "nach wie vor diskriminiert, ausgegrenzt und bedroht", sagte er - nicht nur auf der Straße und in den sozialen Medien diskriminiert, sondern auch von Politikern.

"Wer Sinti und Roma zählen und ausfindig machen möchte, nur weil sie Sinti und Roma sind, handelt rassistisch", so der Staatsminister in Anspielung auf eine Aktion der italienischen Regierung. Roth rief dazu auf, "klar vernehmbar Stopp zu sagen, wenn Rechtspopulisten alte Reflexe und schlimme Vorurteile bedienen".

Der 2. August erinnert jedes Jahr an den Genozid an den Sinti und Roma. Zusätzlich zu den sechs Millionen Juden töteten die Nationalsozialisten in Lagern wie Auschwitz im damals besetzten Polen andere Minderheiten während des Zweiten Weltkriegs, darunter zwischen 250.000 und 500.000 Roma und Sinti. Tausende von ihnen wurden in Auschwitz-Birkenau vor genau 75 Jahren getötet.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 02. August 2019 um 06:38 Uhr.

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