Polizisten stoßen mit separatistischen Demonstranten zusammen. | Bildquelle: AFP

Katalonien-Konflikt Krawalle bei Demos in Barcelona

Stand: 29.09.2018 18:40 Uhr

Kurz vor dem Jahrestag des katalanischen Unabhängigkeitsreferendums ist es in Barcelona zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen. Separatisten warfen mit Farbbeuteln, die Polizei nahm sechs Menschen fest.

Zwei Tage vor dem Jahrestag des katalanischen Unabhängigkeitsreferendums vom 1. Oktober 2017 ist es in Barcelona zu Krawallen gekommen. Die katalanische Polizei wurde von Separatisten attackiert, die sich einer Demonstration von Beamten der nationalen Polizeieinheiten Policía Nacional und Guardia Civil nähern wollten und daran gehindert wurden. Die katalanischen Polizisten wurden unter anderem mit Farbbeuteln und Eiern beworfen. Sechs Personen wurden nach Polizeiangaben festgenommen, 24 Menschen wurden verletzt.

Demos von Separatisten und Zentralisten

Im Zentrum Barcelonas gab es zwei Demos: eine von katalanischen Separatisten und eine von Befürwortern der spanischen Einheit, unter denen auch zahlreiche Sicherheitskräfte waren - die jedoch privat demonstrierten und nicht im Dienst waren. Die katalanische Polizei hatte eine Kette gebildet, um die Demos zu trennen. Zahlreiche der rund 6000 Separatisten hätten jedoch mit Gewalt versucht, die Polizeikette zu durchbrechen, erklärten die Behörden. Dabei seien auch Demonstranten aneinandergeraten.

Die Bürgermeisterin Ada Colau rief im Radio zur Ruhe auf. "Diese Stadt hat immer das Recht auf freie Meinungsäußerung aller verteidigt", sagte sie.

Auseinandersetzungen zwischen Separatisten und Polizei
tagesschau24 15:15 Uhr, 29.09.2018

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Die Einheitsbefürworter und rund 2000 Beamten der Nationalpolizei und der Zivilgarde waren auf die Straße gegangen, um den Polizeieinsatz von 2017 zur Verhinderung des Unabhängigkeitsreferendums zu würdigen und eine Erhöhung der Bezüge zu fordern. Nach ihren Angaben verdienen die Angehörige der Regionalpolizei Mossos d'Esquadra in Katalonien deutlich mehr.

Referendum vor einem Jahr

Am Montag jährt sich zum ersten Mal das als verfassungswidrig eingestufte Unabhängigkeitsreferendum. Nach der Abstimmung und einem anschließenden Beschluss zur Abspaltung der wohlhabenden Region von Spanien hatte die Zentralregierung in Madrid Katalonien im Herbst 2017 unter Zwangsverwaltung gestellt. Der damalige Regionalpräsident Carles Puigdemont floh ins Exil nach Belgien. Mehrere Minister der damaligen Regionalregierung und weitere Aktivisten der Separatistenbewegung sitzen in U-Haft. Nach dem Amtsantritt der neuen katalanischen Regierung im Mai wurde die Zwangsverwaltung beendet. Aber auch der neue Regionalpräsident Quim Torra besteht auf das "Recht auf Selbstbestimmung" der Katalanen.

Polizisten stoßen mit separatistischen Demonstranten zusammen. | Bildquelle: AFP
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In der Stadt kam es zu Auseinandersetzungen, die wegen der Farbbeutel an das hinduistische Holi-Fest erinnern.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 29. September 2018 um 15:00 Uhr.

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