Hunderttausende Spanier protestieren in Barcelona gegen den Prozess gegen Katalanische Unabhängigkeitsbefürworter. | Bildquelle: dpa

Großdemo in Barcelona Hunderttausende fordern Freiheit für Separatisten

Stand: 16.02.2019 22:55 Uhr

Hunderttausende Menschen haben auf einer Demonstration in Barcelona "Freiheit für politische Gefangene" gefordert. Damit protestierten sie gegen den Prozess gegen zwölf katalanische Unabhängigkeitsführer.

Aus Protest gegen den Prozess gegen zwölf katalanische Unabhängigkeitsführer sind in Barcelona nach Polizeiangaben 200.000 Menschen auf die Straße gegangen. "Selbstbestimmung ist kein Verbrechen" stand auf einem großen Banner. Die Organisatoren sprachen von 500.000 Teilnehmern. "Unabhängigkeit, Unabhängigkeit!", skandierten die Demonstranten neben anderen Slogans. Die Hauptverkehrsader Gran Via war über eine Distanz von rund zwei Kilometern komplett mit Menschen gefüllt.

Angeführt wurde der Protestzug von dem katalanischen Regionalpräsidenten Quim Torra. Die Demonstranten schwenkten katalanische Fahnen und trugen Banner mit der Aufschrift "Freiheit für politische Gefangene".

Großdemo in Barcelona für Freilassung von katalanischen Separatisten
tagesthemen 23:15 Uhr, 16.02.2019

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Lange Haftstrafen drohen

Zwölf Anführern der Unabhängigkeitsbewegung wird seit Dienstag vor dem Obersten Gerichtshof in Madrid der Prozess gemacht, ihnen drohen langjährige Haftstrafen. Dem ehemaligen Vize-Regionalpräsidenten Kataloniens, Oriol Junqueras, sowie elf weiteren Unabhängigkeitsführern wird vorgeworfen, im Oktober 2017 ein von der spanischen Justiz als illegal eingestuftes Unabhängigkeitsreferendum organisiert zu haben.Der damalige Regionalpräsident Carlos Puigdemont erklärte im Anschluss die Loslösung Kataloniens von Spanien.

Hunderttausende Spanier protestieren in Barcelona gegen den Prozess gegen Katalanische Unabhängigkeitsbefürworter. | Bildquelle: dpa
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Demonstranten tragen katalanische Fahnen bei dem Marsch zur Unterstützung der inhaftierten katalanischen Separatistenführer.

Die damals konservative Zentralregierung stellte die Region daraufhin unter Zwangsverwaltung und ließ mehrere Unabhängigkeitsbefürworter inhaftieren. Die Angeklagten, von denen einige seit mehr als einem Jahr in Untersuchungshaft sitzen, weisen alle Vorwürfe vehement zurück. Der Prozess ist auf drei Monate angesetzt und wird live im Fernsehen übertragen. Hunderte Zeugen sollen gehört werden, darunter Spaniens konservativer Ex-Ministerpräsident Mariano Rajoy. Mit einem Urteil wird nicht vor Juli gerechnet.

Erste von mehreren Aktionen

Die Kundgebung war die erste von mehreren geplanten Aktionen der Unabhängigkeitsbefürworter. Sie protestieren gegen den Prozess und für das Recht auf Selbstbestimmung.

Für nächsten Donnerstag haben die separatistischen Parteien, die im Regionalparlament von Barcelona die absolute Mehrheit haben, zusammen mit mehreren Verbänden und Gewerkschaften einen Generalstreik ausgerufen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 17. Februar 2019 um 23:15 Uhr.

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