US-Schauspielerin Lori Loughlin mit ihren Töchtern Olivia Jade Giannulli und Isabella Rose Giannulli  | Bildquelle: AP

Verdacht der Bestechung Lori Loughlin in Uni-Skandal festgenommen

Stand: 14.03.2019 02:28 Uhr

Im Skandal um Bestechungen von Elite-Unis in den USA ist eine weitere Prominente festgenommen worden: "Full-House"-Schauspielerin Lori Loughlin. Sie soll für ihre Töchter 500.000 Dollar Schmiergeld gezahlt haben.

Die US-Schauspielerin Lori Loughlin ("Full House") ist im Zuge des Uni-Bestechungsskandals in den USA festgenommen worden, wie die Bundespolizei mitteilte. Inzwischen ist Loughlin vorerst wieder auf freiem Fuß, nachdem die Schauspielerin eine Million Dollar Kaution hinterlegt hatte. Erst am Tag vor ihrer Festnahme sei Loughlin noch für Dreharbeiten im kanadischen Vancouver gewesen, berichtete das Promi-Portal "TMZ.com".

Ihr und anderen US-Stars wird vorgeworfen, Mitarbeiter an Elite-Unis bestochen zu haben, um ihre Kinder an den Hochschulen unterzubringen. Die Empfänger des Geldes waren der Staatsanwaltschaft zufolge Sporttrainer und andere Insider an den Unis - darunter Yale, Stanford und die University of California in Los Angeles.

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Loughlin und ihren Mann, den Modedesigner Mossimo Giannulli, 500.000 Dollar gezahlt zu haben, um ihre zwei Töchter in ein Ruder-Team der University of Southern California zu bekommen. Giannulli kam am Dienstag gegen eine Kaution von ebenfalls einer Million Dollar frei.

Die Schauspielerin Felicity Huffman bei den Emmy Awards 2017 (Archivbild). | Bildquelle: dpa
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Schauspielerin Felicity Huffman soll viel Geld gezahlt haben, damit ihre Tochter einen Platz an einer US-Eliteuni bekommt.

Huffmann drohen 20 Jahre Haft

Loughlin führt mit der Schauspielerin Felicity Huffman ("Desperate Housewives") eine Liste von 50 in dem Fall beschuldigten Personen an. Huffman wurde der Verschwörung zum Betrug angeklagt. Auf das Vergehen stehen bis zu 20 Jahre Haft in den USA. Sie hat aus ihrer Ehe mit dem Schauspieler William H. Macy zwei Töchter und war bereits am Dienstag in ihrem Haus in Los Angeles festgenommen worden.

Nach einem Gerichtstermin hinterlegte Hufman eine Kaution und kam wieder frei. Sie muss sich Ende März vor Gericht in Boston einfinden. Huffman soll laut Anklage 15.000 Dollar Schmiergeld gezahlt haben, um zu erreichen, dass Antworten ihrer ältesten Tochter beim landesweiten Einstufungstest SAT nachträglich aufgebessert wurden.

Rick Singer | Bildquelle: AP
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Rick Singer bekannte sich schuldig.

Berater "Rick" Singer im Fokus

Die Vorwürfe treffen Investoren im Silicon Valley, Firmenchefs und Unternehmer, auch ein Weingutbesitzer ist angeklagt. Ein 58 Jahre alter Mittelsmann, der sich bereits schuldig bekannt hat, soll die Bestechungen eingefädelt haben. Den Eltern soll er die Machenschaften als "Seitentür" zur Aufnahme ihrer Kinder in die Hochschulen dargestellt haben.

Laut Anklage kassierte er von den Eltern insgesamt 25 Millionen Dollar (22 Mio Euro), mit denen er dann unter anderem Sporttrainer und andere Mitarbeiter an den Hochschulen schmierte. Die Schmiergelder an ihn waren als Spenden getarnt. Die Fälle reichen bis ins Jahr 2011 zurück.

Durch "Bestechung und andere Formen des Betrugs" hätten die Betroffenen versucht, die Annahme ihre Kinder zu erwirken, heißt es in der Anklage.

Schüler und Studenten in vielen Fällen ahnungslos

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Hochschulleiter aber nichts von den Trickgeschäften wussten. In vielen Fällen seien auch die Schüler und Studenten ahnungslos gewesen, dass die Eltern bei den Aufnahmeprüfungen ihre Finger im Spiel hatten, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Inwieweit die Anklage noch laufende Studien oder Abschlüsse der Kinder betrifft, ist unklar.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk Kultur am 12. März 2019 um 14:30 Uhr.

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