US-Präsident Donald Trump. | Bildquelle: AP

Affäre um Ukraine-Telefonat Trump will Transkript veröffentlichen

Stand: 23.09.2019 04:53 Uhr

US-Präsident Trump will das Transkript seines umstrittenen Telefonats mit dem neuen ukrainischen Präsidenten Selenskyj veröffentlichen. Er soll den Ukrainer zu Ermittlungen gegen Trumps Gegner gedrängt haben.

Von Julia Kastein, ARD-Studio Washington

US-Präsident Donald Trump bleibt dabei: Er habe sich in der Ukraine-Affäre nichts vorzuwerfen. Am Rande einer Veranstaltung am Sonntag in Ohio erklärte der Präsident sich nun bereit, ein Transkript des umstrittenen Telefonats mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj entweder zu veröffentlichen oder wenigstens den Inhalt durch eine Vertrauensperson prüfen zu lassen.

Die Demokraten hatten zuvor die Veröffentlichung der Unterhaltung gefordert. Sie werfen dem Präsidenten Machtmissbrauch vor. Doch während einige Demokraten nun ein Amtsenthebungsverfahren für überfällig halten, zögert die demokratische Sprecherin des Abgeordnetenhauses Nancy Pelosi weiter.

In einem Brief an die Abgeordneten beider Parteien erklärte Pelosi zwar: Wenn sich die Vorwürfe bewahrheiten sollten, sei das ein neues Kapitel der Rechtslosigkeit die zu "einer neuen Stufe der Ermittlungen führen wird". Doch sie ließ offen, was das sein könnte.

Trump soll Ermittlungen gegen politische Gegner gefordert haben

Trump soll den ukrainischen Präsidenten in dem Telefonat mehrfach aufgefordert haben, Ermittlungen gegen seinen demokratischen Herausforderer Biden wegen Korruption einzuleiten. Als Druckmittel soll Trump zwischenzeitlich Militärhilfe für die Ukraine in Millionenhilfe zurückgehalten haben. Die Affäre war publik geworden, nachdem ein Geheimdienst-Mitarbeiter, der Zeuge des Telefonats war, sich deswegen beim zuständigen Generalinspekteur der Geheimdienste gemeldet hatte.

Trump weist Vorwürfe in Ukraine-Affäre erneut zurück
Julia Kastein, ARD Washington
22.09.2019 17:51 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. September 2019 um 05:43 Uhr in der Sendung "Informationen am Morgen".

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