Der künftige US-Präsident Joe Biden | Bildquelle: AFP

Pläne des künftigen US-Präsidenten Biden erklärt Klimapolitik zu Priorität

Stand: 20.12.2020 09:25 Uhr

Während Trump den Klimawandel immer wieder in Frage stellte, will der künftige US-Präsident Biden ihn zur Hauptsäule der Regierungspolitik machen. Mit dem Kurswechsel sollen auch neue Jobs geschaffen werden.

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat zu einer nationalen Kraftanstrengung im Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen. "Wir sind in einer Krise", sagte Biden in Wilmington im Bundesstaat Delaware bei der Vorstellung seines Umwelt- und Klimateams für die künftige Regierungsarbeit.

Genauso wie die Nation in der Corona-Pandemie zusammenstehen müsse, gelte das auch beim Klimawandel. Es gebe hier die gleiche Dringlichkeit wie bei jedem nationalen Notstand. "Wir müssen sofort mit der Arbeit beginnen", mahnte er. "Es wird nicht einfach, aber es ist unbedingt notwendig."

Biden hat den Kampf gegen den Klimawandel zu einer Priorität erklärt und verfolgt dabei ambitionierte Pläne. Er will unter anderem mehrere Millionen Gebäude im ganzen Land energetisch sanieren. Zudem versprach er, den Weg dafür zu ebnen, dass die Stromerzeugung in den USA bis 2035 frei von CO2-Emissionen sein soll. Biden stellte darüber hinaus den Ausbau der Elektromobilität in Aussicht. Konkret kündigte er den Bau von 500.000 Ladestationen für E-Autos an.

Neue Klimapolitik, neue Jobs

Mit den Vorhaben sollen nach Bidens Plänen auch massenhaft neue Jobs in den USA entstehen. "Sofort" nach seinem Amtsantritt sollten 250.000 Arbeitsplätze geschaffen werden, um Millionen aufgegebener und verrotteter Öl- und Gasleitungen zu überprüfen und auszubessern. Dies ist ein wesentlicher Kurswechsel gegenüber der Linie des amtierenden Präsidenten Donald Trump.

Dieser hatte sich in der Vergangenheit mehrfach skeptisch dazu geäußert, ob es den Klimawandel überhaupt gibt und falls ja, ob er vom Menschen verursacht ist. Unter ihm hatten sich die USA aus dem Pariser Klimaabkommen zurückgezogen. Biden erneuerte derweil seine Ankündigung, sofort nach Amtsantritt den Wiedereintritt der USA in das Pariser Klimaabkommen zu erklären.

Trump hatte auch die Umweltbehörde EPA nachlässig behandelt und zahlreiche Regulierungen zum Umweltschutz geschwächt oder außer Kraft gesetzt.

Biden präsentiert neues Umweltteam

Biden präsentierte in Wilmington zugleich sein künftiges Umweltteam. In dieses berief er unter anderem Deb Haaland, die als künftige Innenministerin unter anderem die Naturresourcen von Bundesbesitz verwalten wird, also beispielsweise Nationalparks.

Auch der Chef der Umweltschutzbehörde des Bundesstaates North Carolina, Michael Regan, sowie die renommierte Umweltanwältin Brenda Mallory sind Mitglied von Bidens Umweltteam. Dieses wird zudem verstärkt von Gina McCarthy, die unter Präsident Barack Obama Chefin der US-Umweltbehörde war.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. Dezember 2020 um 09:00 Uhr.

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