Wladimir Putin während der Pressekonferenz in Helsinki | Bildquelle: REUTERS

Russland nach Helsinki-Treffen Putins Erfolg in der Dauerschleife

Stand: 17.07.2018 14:08 Uhr

Es gibt kaum konkrete Ergebnisse des Treffens in Helsinki, doch schon die Bilder mit Trump sind ein Erfolg für Putin. Russlands Medien wiederholen sie ständig - und sind begeistert.

Von Hermann Krause, ARD-Studio Moskau

Die staatlich gelenkten russischen Medien sind nach dem Treffen in Helsinki voller Begeisterung: "Präsident Trump und ich haben sehr gut miteinander gesprochen. Ich hoffe, wir verstehen uns jetzt besser", sagt Präsident Wladmir Putin. Die Moderatorin widerspricht nicht, fragt lediglich: "Warum sind die Präsidenten zufrieden, was konnten die beiden vereinbaren, wie haben sie auf unbequeme Fragen geantwortet?"

Nach Treffen in Helsinki: Zustimmung für Putin in Russland
tagesschau 20:00 Uhr, 17.07.2018, Demian von Osten, ARD Moskau

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Bilder sprechen für sich

Etwas Konkretes ist bei dem Treffen nicht herauskommen: keine Neuverhandlungen über Abrüstungsverträge, kein Plan für Syrien, keine Idee, wie mit dem Iran umgegangen werden soll. Doch das spielt für den Kreml auch keine allzu große Rolle, Putin ging es um die Macht der Bilder: russische Fahnen neben den US-amerikanischen.

Der Reporter im russischen Fernsehen betont, dass das Treffen länger gedauert habe, als es vom Protokoll vorgeplant worden sei - und zitiert wiederum den Präsidenten: "Wladimir Putin sagte, dass sie 'sehr gut miteinander gesprochen haben'. Donald Trump meinte, dass die Beziehungen sich innerhalb von vier Stunden vom Abgrund weg bewegt haben!"

Treffen der Präsidenten Trump und Putin | Bildquelle: REUTERS
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Allein die Bilder des Treffens der Präsidenten Trump und Putin kann der Kreml als Erfolg verbuchen.

Begeisterung - auch in den Medien

Am Abend war es dann die Föderationsrat-Chefin Walentina Matwijenko, die als Erste den Reigen der Begeisterten eröffnete: Das Treffen habe alle Erwartungen übertroffen. "Die Atmosphäre auf der Pressekonferenz war auch sehr gut. Das konnte man an den Gesichtern, an den Blicken sehen, dass das Treffen einfach toll war."

Und diese Pressekonferenz wird immer wieder im Fernsehen gezeigt - die beiden Präsidenten, die sich gut verstehen. Kein Wort von Trump zu Putins Politik in der Ostukraine, keine Kritik an Putins Syrien-Politik: Das Ganze war eine gelungene Veranstaltung für den russischen Präsidenten.

Russische Trollfabrik? Laut Putin ein Kleinunternehmer

Auf die Frage nach der Einmischung in den Wahlkampf erklärte Putin im Interview mit dem russischen Fernsehen und dem US-Sender Fox News, der Inhaber der angeblichen Trollfabrik in St. Petersburg sei ein Kleinunternehmer: US-Sonderermittler Mueller habe "eine Firma, die ein Kleinunternehmen ist, beschuldigt. Nun hat diese Firma die amerikanischen Anwälte angeheuert und verteidigt ihren Ruf vor einem Gericht in den USA", so Putin. "Das US-Gericht hat bis jetzt nichts gefunden!"

Der US-Sonderermittler aber hatte Klage erhoben gegen zwölf Mitarbeiter des russischen Auslandgeheimdienstes GRU. Die amerikanischen Geheimdienste sind davon überzeugt, dass es der GRU war, der in die Computer der Demokraten eingedrungen war.

Kein Wort zum Abschuss der MH17

Putin wiederum wies in dem Interview nach dem Treffen mit Trump die Einmischung in den US-Wahlkampf erneut von sich: "Präsident Trump vertraut mir, und ich vertraue ihm absolut. Nennen Sie mir bitte einen Fakt, der für ein Komplott im Laufe des Wahlkampfes in den USA spricht - das ist völliger Unsinn!"

Was man Trump in der Ukraine besonders übel nimmt: Trotz des vierten Jahrestages des Abschusses der Malaysia Airlines über der Ostukraine erwähnte er diese Tragödie mit keinem Wort. Dabei gehen internationale Ermittler davon aus, dass prorussische Separatisten mit Unterstützung der russischen Armee das Flugzeug abgeschossen haben.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 16. Juli 2018 um 22:15 Uhr und Inforadio am 17. Juli 2018 um 14:26 Uhr..

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