Die Nichtregierungsorganisation "Rio de Paz" platzierte zum Gedenken der Opfer der Covid-19-Pandemie 1000 rote Luftballons und 100 Kreuze am Strand der Copacabana in Rio de Janeiro. | Bildquelle: dpa

Covid-19 1000 Luftballons für Brasiliens Corona-Opfer

Stand: 09.08.2020 11:17 Uhr

Brasilien hat als weltweit zweites Land nach den USA die Marke von 100.000 Corona-Toten überschritten. Die Zahl der Infizierten liegt bei mehr als drei Millionen. In Gedenken an die Opfer stiegen in Rio rote Luftballons auf.

In Brasilien sind bereits mehr als 100.000 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Fünf Monate nach dem ersten dort gemeldeten Fall hat das Land die Pandemie weiter nicht im Griff: Seit Ende Mai werden im Schnitt täglich mehr als 1000 Corona-Tote gemeldet, 905 waren es in den vergangenen 24 Stunden.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab es insgesamt 3.012.412 bestätigte Infektionsfälle. Bei Todes- und Infektionszahlen liegt Brasilien damit weltweit hinter den USA auf Rang zwei.

Brasilien, Rio de Janeiro: Mitarbeiter der NGO "Rio de Paz" lassen zum Gedenken der Opfer der Covid-19-Pandemie 1000 rote Luftballons am Strand der Copacabana steigen. | Bildquelle: dpa
galerie

An der Copacabana wurde mit Luftballons und Kreuzen der Corona-Toten gedacht.

Gedenken an der Copacabana

In Erinnerung an Covid-19-Opfer stellte die Nichtregierungsorganisation Rio de Paz am Samstag am Strand der Copacabana Kreuze auf und ließ 1000 rote Luftballons in den Himmel aufsteigen.

Mehr als 100.000 Corona-Tote in Brasilien
tagesschau 20:00 Uhr, 09.08.2020, Matthias Ebert, ARD Rio de Janeiro

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Bolsonaro gegen Ausgangsbeschränkungen

Der rechtsgerichtete Präsident Jair Bolsonaro hat die Auswirkungen der Pandemie wiederholt heruntergespielt und tritt öffentlich häufig ohne Maske auf. Er war selbst infiziert, ist aber nach eigenen Angaben inzwischen genesen.

Bolsonaro setzt sich für eine Aufhebung der von Gouverneuren einzelner Staaten verhängten Ausgangsbeschränkungen ein, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Zwei Gesundheitsminister, beide Ärzte, traten wegen Differenzen mit Bolsonaro im Umgang mit der Pandemie zurück.

Keine Medikamente, keine Schutzanzüge

Öffentliche Krankenhäuser in Brasilien beklagen den Mangel an einfachsten Medikamenten und Equipment sowie Schutzanzügen. Laut Bolsonaro handelt es sich dabei um erfundene Vorwürfe, um ihm politisch zu schaden. Das Coronavirus, erklärte er mehrfach, sei von China in die Welt gesetzt worden, um ihm und US-Präsident Donald Trump zu schaden.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 09. August 2020 um 09:00 Uhr.

Darstellung: