Grenzschild bei der Einreise am Londonder Flughafen Heathrow | Bildquelle: AFP

Regeln für Briten und EU Was sich durch den Brexit-Deal ändert

Stand: 31.12.2020 10:50 Uhr

Am 1. Januar tritt das neue Abkommen zwischen Großbritannien und der EU in Kraft. Dadurch ändert sich auch einiges für Urlaubsgäste, Studierende und Arbeitskräfte. Die Neuerungen im Überblick.

Von Jenny Beyen, ARD-Studio London

Auch wenn es die Corona-Pandemie im Moment nicht wirklich zulässt: Irgendwann wird es wieder eine normale Urlaubszeit geben. Wer dann nach Großbritannien will, muss einige Dinge beachten. Zum Beispiel brauchen Urlauber aus Deutschland und anderen EU-Ländern bei der Einreise künftig einen gültigen Reisepass. Bisher reichte dafür der Personalausweis, das ist jetzt nicht mehr so - diese Regel gilt jedoch erst ab 1. Oktober 2021, wer vorher einreist, kann das noch mit dem Personalausweis machen. Ein Visum ist für den Urlaub allerdings nicht nötig: vorausgesetzt, man bleibt nicht länger als 90 Tage im Land.

Deutscher Führerschein reicht weiter

Die europäische Krankenversicherungskarte bleibt ebenfalls weiter gültig. Allerdings fordert die britische Regierung, dass man zusätzlich eine Auslandsreisekrankenversicherung für die Dauer des Aufenthaltes vorweisen muss. Wer mit dem Auto einreist, für den gilt: Der deutsche Führerschein reicht weiter aus. Allerdings muss - wie bisher auch - auf Verlangen die sogenannte "Grüne Karte" vorgelegt werden, um nachzuweisen, dass das Fahrzeug versichert ist. 

Beim Thema Handy enden die Daten-Roaming-Vereinbarungen, die normalerweise innerhalb der EU gelten. Allerdings haben mehrere Mobilfunknetzbetreiber wie O2 oder Vodafone angekündigt, trotzdem keine besonderen Auslandsgebühren für Urlauber in Großbritannien zu erheben. Grundsätzlich rät die britische Regierung aber Reisenden dazu, beim eigenen Vertragsanbieter nachzufragen.

Arbeitskräfte benötigen ein Visum für Großbritannien

Schlechte Nachrichten gibt es dagegen für Studierende und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Zum einen lässt Großbritannien seine Teilnahme am studentischen Austauschprogramm Erasmus auslaufen. Damit wird es für Studierende künftig schwieriger und vor allem teurer, wenn sie an eine Hochschule in Großbritannien wollen. Zum anderen brauchen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab sofort ein Visum, um auf der Insel arbeiten zu dürfen. Bei der Vergabe sollen laut britischer Regierung vor allem besonders qualifizierte Facharbeiter bevorzugt werden

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 31. Dezember 2020 um 10:35 Uhr.

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