Burkina Faso Kabore | Bildquelle: dpa

Burkina Faso Kaboré ist wiedergewählt

Stand: 26.11.2020 18:17 Uhr

Präsident Kaboré ist bei den Wahlen in Burkina Faso für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt worden. Auf den 63-Jährigen fielen nach vorläufigen Ergebnissen knapp 58 Prozent der Stimmen.

Dunja Sadaqi, ARD-Studio Nordwestafrika

Im westafrikanischen Burkina Faso ist Präsident Roch Marc Christian Kaboré wiedergewählt worden. Das hat die Wahlkommission mitgeteilt. Die Wahl in dem vom Terrorismus bedrohten westafrikanischen Binnenstaat war umstritten, da wegen der Sicherheitslage nicht alle Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben konnten. Der 63-jährige Präsident erreichte rund 58 Prozent der Stimmen. Kaboré tritt damit seine zweite Amtszeit an. Die Opposition spricht von Wahlbetrug. 

Insgesamt waren fast sieben Millionen Menschen wahlberechtigt, Hunderttausende konnten ihre Stimme aber nicht abgeben. Die Regierung hatte schon im Vorfeld angekündigt, rund 1300 Wahllokale nicht zu öffnen, weil ein sicherer Urnengang nicht gewährleistet werden könne. 

Terror und Gewalt

Auch der Wahlkampf war von der schwierigen Sicherheitslage und terroristischen Attacken überschattet worden. In Burkina Faso hat sich der Terrorismus in den vergangenen Jahren immer stärker ausgebreitet. Seit 2015 sind mehr als 1200 Menschen bei Terroranschlägen gestorben, rund eine Million sind im eigenen Land auf der Flucht.

Im kleinen westafrikanische Burkina Faso leben etwa 20 Millionen Einwohner. Etwa 40 Prozent der Bevölkerung leidet unter Armut. Neben den extremistischen Gruppen kommt es auch verstärkt zu Gewalt zwischen ethnischen Gruppen, aber auch dem Militär werden immer wieder schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.

Burkina Faso: Präsident Kaboré wiedergewählt
Dunja Sadaqi, ARD Rabat
26.11.2020 19:02 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. November 2020 um 18:00 Uhr.

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