In der südwestchinesischen Provinz Sichuan hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. | Bildquelle: AP

Provinz Sichuan Mindestens 13 Tote bei Erdbeben in China

Stand: 18.06.2019 12:48 Uhr

Am späten Abend bebt in der südchinesischen Provinz Sichuan die Erde. Erst am Morgen wird das Ausmaß der Zerstörung deutlich. Mindestens 13 Menschen verloren ihr Leben, mehr als 200 wurden verletzt.

Bei einem schweren Erdbeben in der südwestchinesischen Provinz Sichuan sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 200 Menschen wurden nach ersten Zählungen verletzt, wie Staatsmedien berichteten. Das Beben, dessen Epizentrum am Montagabend in der Gemeinde Changning nahe der Stadt Yibin lag, erreichte die Stärke von 6,0.

Menschen liefen in Panik auf die Straßen. Häuser stürzten ein. Das genaue Ausmaß der Schäden zeigte sich erst bei Tageslicht. Die Behörden leiteten sofort Bergungs- und Rettungsarbeiten ein. Es seien umgehend 5000 Zelte, 10.000 Feldbetten und 20.000 Decken ins Erdbebengebiet geschickt worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Unter den Verletzten sind mindestens fünf im kritischen Zustand. 16 seien schwer verletzt, berichtete das Parteiorgan "Volkszeitung". Hunderte Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Erdbeben erschüttert Chinas Südwesten
tagesschau 20:00 Uhr, 18.06.2019

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Behörden befürchten weitere Opfer

Das Erdbeben ereignete sich am Abend um 22.55 Uhr Ortszeit (16.55 Uhr MESZ). Betroffen war auch die Nachbargemeinde Gongxian. Viele Menschen verbrachten aus Angst vor weiteren Beben die Nacht im Freien, wie in sozialen Medien berichtet wurde.

Besorgte Anwohner auf den Straßen Zunyis, einer Stadt im Südwesten Chinas. | Bildquelle: AFP
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Besorgte Anwohner auf den Straßen Zunyis, einer Stadt im Südwesten Chinas.

Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer während der Bergungsarbeiten noch steigt. Im Dorf Meidong sei ein Hotel eingestürzt, berichtete Xinhua. Nach dem Beben zeigten sich zudem große Risse auf der Schnellstraße zwischen den Gemeinden Yibin und Yuxong. Die Straße musste gesperrt werden. Auch auf anderen Straßen musste der Verkehr wegen Fahrbahnschäden gestoppt werden.

In der rund 300 Kilometer nordwestlich gelegenen Provinzhauptstadt Chengdu habe das Frühwarnsystem schon eine Minute vor dem Erdbeben Alarm geschlagen, berichtete die Staatsagentur. Dann sei der Erdstoß stark zu spüren gewesen. Auch in der 240 Kilometer nordöstlich gelegenen Metropole Chongqing habe das Beben die Erde erschüttert.

Schweres Nachbeben

Am Dienstagmorgen kam es dann in Sichuan zu einem weiteren Erdbeben der Stärke 5,2, wie Seismologen berichteten. In der Provinz waren 2008 bei einem schweren Erdbeben der Stärke 8,0 in Wenchuan mehr als 80.000 Menschen ums Leben gekommen. Sichuan liegt am Rand der Überschiebungszone der indischen Kontinentalplatte und der eurasischen Platte. Durch Plattenverschiebungen ist die Provinz besonders erdbebengefährdet.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Juni 2019 um 09:00 Uhr.

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