Anhänger der VR China mit der chinesischen Nationalflagge in Hongkong | Bildquelle: AP

Hongkong-Proteste "Was ist falsch an Chinas Berichterstattung?"

Stand: 20.08.2019 15:02 Uhr

Alles Chaoten und Gewalttäter? Chinas Medien vermitteln ein häufig falsches Bild von den Protesten in Hongkong. Die Staatsführung sieht das anders: Es sei nicht falsch, "chinesische Geschichten" zu erzählen.

Von Steffen Wurzel, ARD-Studio Shanghai

Chinas Staatsführung hat nur knapp auf die Ankündigung von Twitter reagiert, hunderte chinesische Fakenews-Accounts abzuschalten. Den Vorwurf, chinesische Staatsmedien berichteten in der Hongkong-Krise nicht korrekt, wies ein Sprecher des Außenministeriums in Peking zurück.

Konkret etwas sagen zur Sperrung chinesischer Propaganda-Twitter-Konten wollte oder konnte er nicht. Das sei eine Angelegenheit von Twitter, man solle doch bitte dort nachfragen. Das US-Unternehmen hatte gestern angekündigt, hunderte Fake-News und Troll-Konten offline zu nehmen, hinter denen wahrscheinlich Unterstützer der chinesischen Staats- und Parteiführung stecken.

Zur weltweiten Kritik an der einseitigen und teils falschen Berichterstattung chinesischer Staatsmedien zu Hongkong äußerte der Sprecher sich dann aber doch: Chinas Staatsmedien nutzten ausländische Social-Media-Netzwerke, um mit der Bevölkerung vor Ort in Kontakt zu treten, um die Politik der chinesischen Führung bekannt zu machen und um "chinesische Geschichten" zu erzählen. Daran sei nichts falsch. Und in Form einer Gegenfrage an die Journalisten in Peking sagte der Sprecher: "Was ist denn so falsch an der Hongkong-Berichterstattung der chinesischen Staatsmedien?"

Soziale Medien entfernen chinesische Propaganda gegen Hongkong-Protestler
tagesthemen 22:15 Uhr, 20.08.2019, Svea Eckert, NDR

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Fragt man die Menschen in Hongkong und unabhängige Journalisten, fällt die Antwort klar aus: Chinas Staatsmedien vermitteln seit Wochen ein sehr einseitiges und häufig falsches Bild von den Hongkong-Protesten, unter anderem auch die englischsprachigen Twitter-Angebote der Staatsmedien wie People’s Daily, CGTN, Global Times oder Xinhua. Diese vermitteln durchgehen das Bild, bei den überwiegend friedlichen Demonstranten handele es sich um Chaoten, Krawallmacher, Gewalttäter und Unabhängigkeitsaktivisten.

Immer wieder fiel zuletzt auch der Begriff "Terrorismus" in Bezug auf die Hongkonger Massenproteste. In China selbst sind Twitter, Facebook und die meisten anderen nicht-chinesischen Social-Media-Angebote komplett gesperrt. Chinas staatliche Propaganda auf diesen Kanälen richtet sich also ausschließlich ans ausländische Publikum. Twitter hat angekündigt, dass Staatsmedien aus Diktaturen künfig keine bezahlten Tweets mehr buchen können.

Chinas Führung zu Twitter: Staatsmedien berichten nicht falsch
Steffen Wurzel, ARD Shanghai
20.08.2019 14:24 Uhr

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Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 20. August 2019 um 14:38 Uhr.

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