US-Präsident Donald Trump. | Bildquelle: AFP

Handelsstreit mit China Trump bringt weitere Zölle ins Spiel

Stand: 14.05.2019 02:30 Uhr

Im Handelsstreit mit China schließt US-Präsident Trump weitere Strafzölle nicht aus. Im Juni will er mit Chinas Staatschef Xi am Rande des G20-Gipfels über den Konflikt beraten.

Von Sebastian Schreiber, ARD-Studio Washington

Die Zollspirale dreht sich im Handelsstreit zwischen den USA und China - immer weiter. Ein neues Kapitel ist nicht ausgeschlossen: US-Präsident Trump sagte im Weißen Haus, er habe noch nicht entschieden, ob er weitere chinesische Waren mit Abgaben belege. Es geht um Importe im Wert von 325 Milliarden Dollar.

Ende der vergangenen Woche hatten die USA bestehende Sonderzölle erhöht - auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar. Nun zog China nach und verhängt ab Juni Zölle auf amerikanischen Produkte im Wert von 60 Milliarden Dollar.

Trump will Xi im Juni treffen

Die USA und China hatten monatelang miteinander verhandelt - ein Abkommen zwischen den Ländern war aber kurz vor dem Abschluss gescheitert.

Trump kündigte an, er werde am Rande des G20-Gipfels Ende Juni im japanischen Osaka persönlich mit dem chinesischen Staatschef Xi über den Handelskonflikt beraten. Er gehe davon aus, dass diese Gespräche ertragreich sein werden.

Börsen auf Talfahrt

Der Handelsstreit belastet zunehmend auch die Börsen - Kurse auf beiden Seiten des Atlantiks gingen auf Talfahrt. Anleger sind verunsichert. US-Präsident Trump versprach, Landwirten zu helfen, die durch den Zollstreit Einbußen verkraften müssen. Trump stellte in Aussicht, etwa 15 Milliarden Dollar für den Agrarsektor bereitzustellen.

Trump gibt sich selbstbewusst und betont, die Zölle spülten Milliarden in die Staatskasse. Der Wirtschaftsberater des Präsidenten, Larry Kudlow, hatte in einem Fernsehinterview eingeräumt, dass für die Zölle auf Importe jedoch nicht China, sondern in erster Linie amerikanische Unternehmen aufkommen. Das sei jedoch kein nennenswertes Risiko für die US-Wirtschaft, so Kudlow.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. Mai 2019 um 06:00 Uhr.

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