Der Attentäter von Christchurch (Archivbild). | Bildquelle: REUTERS

Christchurch-Attentat Mutmaßlicher Täter plädiert auf "nicht schuldig"

Stand: 14.06.2019 04:27 Uhr

Er griff mit Gewehren zwei Moscheen in Neuseeland an und tötete dabei 51 Menschen, filmte die Bluttat noch mit einer Helmkamera. Nun plädierte der 28-jährige Rechtsextremist auf "nicht schuldig".

Mehr als drei Monate nach dem rassistisch motivierten Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland mit insgesamt 51 Toten hat der mutmaßliche Täter in allen 92 Punkten der Anklage auf "nicht schuldig" plädiert. Der Rechtsextremist aus Australien war per Video aus einem Hochsicherheitsgefängnis in Auckland zugeschaltet worden.

Sein Verteidiger plädierte für ihn auf "nicht schuldig", während ein Raunen der Opfer oder ihrer Familien durch den Gerichtssaal ging. Das Gericht sitzt in Christchurch, wo bei dem Angriff auf die beiden Moscheen Mitte März insgesamt 51 Menschen getötet worden waren. Dem 28 Jahre alten Brenton T. droht deshalb lebenslange Haft.

Angeklagter ist schuldfähig

Der Ton war während der Übertragung ausgeschaltet. Der Australier T. machte aber auch keine Anstalten, etwas sagen zu wollen. Die neuseeländische Justiz will verhindern, dass er das Verfahren als Bühne nutzt, um rechtsextremistische und rassistische Ansichten zu vertreten.

Der eigentliche Prozess soll nach den Worten von Richter Cameron Mander am 4. Mai kommenden Jahres beginnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem mutmaßlichen Täter 51-fachen Mord, 40-fachen Mordversuch sowie Terrorismus vor. T. sitzt seit den Anschlägen in Neuseelands einzigem Hochsicherheitsgefängnis in Auckland etwa 1000 Kilometer von Christchurch entfernt in Untersuchungshaft. In den vergangenen Wochen war er von Ärzten untersucht worden. Richter Cameron Mander erklärte ihn für prozessfähig. Zudem erlaubt er, dass Aufnahmen des Angeklagten gezeigt werden dürfen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Juni 2019 um 02:05 Uhr.

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