Menschen stehen in Bozen vor einer Corona-Schnelltest-Einrichtung.  | Bildquelle: dpa

Corona-Krise Südtirol beendet Massentest

Stand: 23.11.2020 00:04 Uhr

Fast zwei Drittel der Südtiroler Bevölkerung beteiligte sich an an dem freiwilligen Coronatest. Die Organisatoren der über drei Tage dauernden Aktion zogen eine positive Bilanz.

Von Jörg Seisselberg, ARD-Studio Rom

Am Ende ist es fast genau die Zahl geworden, die sich die Verantwortlichen erhofft hatten. 343.227 Menschen haben beim freiwilligen Massentest auf Covid-19 mitgemacht. Das sind rund zwei Drittel der Südtiroler Bevölkerung. Landeshauptmann Kompatscher dankte den Menschen für ihre Beteiligung und sagte, das Ziel sei nun, Südtirol ab Ende des Monats wieder schrittweise zu öffnen.

Derzeit ist die autonome Provinz wegen der hohen Zahl an Covid-19-Infektionen sogenannte rote Zone. Es gelten strenge Ausgangsbeschränkungen, Restaurants sowie die meisten Geschäfte sind geschlossen. Ein Ziel des Massentests war, dass Menschen, die das Virus unbemerkt in sich tragen, von ihrer Infektion erfahren.

Lediglich ein Prozent der Tests positiv

Insgesamt wurden 3185 Menschen positiv getestet. Sie müssen zehn Tage in häusliche Quarantäne. Südtirol hofft, dadurch die Ansteckungsketten zu durchbrechen. Kompatscher räumte ein, ihn habe die relativ niedrige Zahl an asymptomatisch Infizierten überrascht.

Dass lediglich rund ein Prozent der Südtiroler Bevölkerung positiv getestet worden sei, läge unter dem, was Experten vermutet hätten. Virologen hatten sich vor Beginn des Massentests skeptisch geäußert, unter anderem weil durch den verwendeten Antigen-Test nicht alle Infizierten verlässlich erkannt würden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. November 2020 um 09:00 Uhr.

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