US-Präsident Trump bei einer Ansprache zur Corona-Krise | Bildquelle: dpa

Trumps Pläne zur Corona-Krise "Eine enorme Menge an Militär entsenden"

Stand: 05.04.2020 01:37 Uhr

Das Coronavirus breitet sich in den USA weiter rasant aus. Präsident Trump will nun Tausende Militärangehörige im Kampf gegen die Epidemie entsenden. Zur Unterstützung der Wirtschaft erwägt er die Einführung von Zöllen.

US-Präsident Donald Trump will Tausende Militärangehörige zur Unterstützung im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie schicken. "Wir werden eine enorme Menge an Militär zur Hilfe entsenden," sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Allein in der besonders schwer von der Epidemie betroffenen Stadt New York sollen es mehr als 1000 Militärangehörige sein - einschließlich Ärzten und Krankenschwestern.

Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus schwor er seine Landsleute auf einen schwierigen April ein. Die kommenden Wochen könnten die "härtesten" der Krise sein. Es werde in den nächsten zwei Wochen viele Tote geben, so Trump.

Weiterer Anstieg der Opferzahlen erwartet

In den USA gibt es mit inzwischen rund 306.000 Infektionen deutlich mehr bekannte Fälle als in jedem anderen Land der Welt. Angaben der Johns Hopkins Universität zufolge kamen rund 8300 Menschen infolge einer Covid-19-Erkrankung ums Leben.

Experten rechnen für die kommenden zehn Tagen mit einem weiteren Anstieg der Opferzahlen. Trumps Beraterin Deborah Birx verwies erneut auf eine Modellrechnung, wonach die Opferzahlen noch bis Mitte April auf rund 2600 Tote pro Tag ansteigen könnten. Auch der US-Chefimmunologie Anthony Fauci rechnet mit einer Zunahme von Todesfällen infolge der Viruserkrankung. Er gab an, einen Plan für den Fall einer zweiten Coronavirus-Welle vorbereitet zu haben. Das Risiko eines Wiederaufflammens sei real.

Der US-Immunologe Anthony Fauci | Bildquelle: Tasos Katopodis/POOL/EPA-EFE/Shu
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Trump-Berater Fauci warnte vor einer möglichen zweiten Infektionswelle.

Unterstützung für Wirtschaft

Trump äußerte sich auch zu seinen Plänen, die US-Wirtschaft in Zeiten der Corona-Krise zu unterstützen. Angesichts des jüngsten Preisverfalls auf dem Ölmarkt wolle die US-Regierung die Öl- und Gasindustrie des Landes mit allen verfügbaren Mitteln unterstützen. Falls es nötig sei, könnten auch neue Zölle auf Ölimporte erwogen werden, so Trump. "Ich werde tun, was auch immer nötig ist", versprach er. In der wichtigen Industrie stünden in den USA jetzt viele Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Der Ölpreis war zuletzt drastisch gefallen. Gründe waren vor allem ein Konflikt zwischen den Ölproduzenten Russland und Saudi-Arabien sowie die wegen der Coronavirus-Pandemie global gesunkene Nachfrage. Die USA sind ein großer Öl- und Gasproduzent.

D-Day in der Corona-Krise
Peter Mücke, ARD New York
05.04.2020 07:05 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. April 2020 um 04:55 Uhr.

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