Medizinisches Personal an einem Checkpoint in der Region Wuhan | Bildquelle: AFP

Coronavirus in China Bundeswehr soll Deutsche zurückholen

Stand: 27.01.2020 20:53 Uhr

Um die Deutschen in der Region Wuhan vor einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, will die Bundesregierung die Bürger ausfliegen lassen. Im Gespräch für die Aufgabe ist offenbar die Bundeswehr.

Die Bundeswehr arbeitet an Plänen, die Deutschen auszufliegen, die sich in der chinesischen Region Wuhan befinden. Sie sollen so vor einer möglichen Infektion mit dem neuartigen Coronavirus geschützt werden. Die Aufgabe übernehmen soll nach Informationen des "Spiegel" die Bundeswehr.

Demnach plant die Bundesregierung seit dem Wochenende, ein oder zwei Jets der Luftwaffe am Mittwoch oder Donnerstag nach China zu schicken. Neben einem Truppentransporter vom Typ A310 sei auch ein Medevac-Airbus mit medizinischen Behandlungsplätzen im Gespräch. Da es aber unter den Deutschen in Wuhan bislang keine bekannten Infektionsfälle gebe, sei dies womöglich nicht nötig. Beim Auswärtigen Amt meldeten sich bislang 90 Deutsche.

Coronavirus breitet sich weltweit aus: Deutsche sollen aus chinesischem Wuhan ausgeflogen werden
tagesschau 20:00 Uhr, 27.01.2020, Ariane Reimers, ARD Berlin

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China lehnt Militärflugzeuge ab

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte der Nachrichtenagentur AFP, er könne den Bericht nicht bestätigen. Die Bundeswehr sei aber "grundsätzlich auf alles vorbereitet". Das Auswärtige Amt habe Einzelheiten zum Einsatz nicht kommentieren wollen, so der "Spiegel". Die chinesische Regierung bestehe bislang darauf, dass die Deutschen mit zivilen Maschinen ausgeflogen werden.

Im Auswärtigen Amt tagte ein Krisenstab. Das Ministerium hatte mitgeteilt, es stehe seit Tagen mit den Deutschen vor Ort in Kontakt. Ein Konsularteam der Botschaft in Peking sei auf dem Weg nach Wuhan, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

USA, Frankreich und Russland planen Evakuierungen

Andere Länder wie Frankreich und die USA leiteten bereits Rückholaktionen in die Wege. Die USA planen einen Flug aus Wuhan, um Behördenpersonal und weitere US-Bürger nach San Francisco zu bringen, teilte das US-Außenministerium mit.

Für Privatpersonen gebe es allerdings nur begrenzte Kapazitäten. Vorrang hätten Menschen, die durch den Krankheitserreger stärker gefährdet seien. Nach Informationen des "Wall Street Journal" sollen sich in Wuhan etwa 1000 US-Amerikaner aufhalten.

Peugeot holt Mitarbeiter zurück

Auch Frankreich plant per Bus eine Evakuierungsaktion seiner Bürger aus der Hubei-Provinz. Das Generalkonsulat werde in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden eine Busverbindung nach Changsha anbieten, zitiert die chinesische Zeitung "South China Morning Post" aus einer Mail des französischen Konsulats. Die Busse stünden Franzosen und ihren Ehepartnern und Kindern zur Verfügung. Zudem kündigte der Autobauer Peugeot an, Mitarbeiter und ihre Familien von Wuhan nach Frankreich auszufliegen. Betroffen seien 38 Personen.

56 Millionen Menschen unter Quarantäne

Auch Russland spricht einem Agenturbericht zufolge derzeit mit den chinesischen Behörden über eine mögliche Evakuierung russischer Staatsbürger aus Wuhan und der Provinz Hubei.

China hat drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Virus ergriffen: Mehr als ein Dutzend Städte wurden von der Außenwelt abgeriegelt, de facto stehen damit 56 Millionen Menschen unter Quarantäne.

Krisenstab des Auswärtigen Amtes hat getagt
Kai Clement, ARD Berlin
27.01.2020 20:49 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. Januar 2020 um 20:00 Uhr.

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