Polizisten mit Mund-Nase-Schutzmasken vor einem gesperrten Gebäude in Peking. | Bildquelle: AP

Coronavirus Peking riegelt weitere Wohnblöcke ab

Stand: 15.06.2020 09:16 Uhr

Über Wochen hatte es kaum neue Covid-19-Erkrankungen in China gegeben, doch jetzt sorgt ein neuer Ausbruch in der Hauptstadt Peking für Aufregung. Nach Dutzenden Neuinfektionen riegelten die Behörde zehn weitere Wohnblöcke ab.

Nach einem Coronavirus-Ausbruch auf einem Großmarkt in Peking ist die Zahl der Covid-19-Fälle in China weiter gestiegen. Wie die nationale Gesundheitsbehörde mitteilte, registrierte sie innerhalb von 24 Stunden 49 neue Infektionen. Darunter seien zehn aus dem Ausland "importierte" Fälle bei Reisenden. Bei 39 Infektionen handele es sich um lokale Ansteckungen. Von diesen im Inland übertragenen Fällen seien wiederum 36 in der Hauptstadt Peking registriert worden.

Daraufhin riegelten die Behörden dort zehn weitere Wohnblöcke ab, wie ein Vertreter der Stadtverwaltung sagte. Bereits am Samstag war den Bewohnern von elf Wohnblöcken im südlichen Bezirk Fengtai das Verlassen ihrer Wohnungen untersagt worden, nachdem sich dort das Coronavirus ausgebreitet hatte.

Großmarkt als Ausgangspunkt

Diese Fälle verfolgten die Behörden zu einem Großmarkt für frische Lebensmittel in Fengtai zurück, der ebenfalls geschlossen wurde. Er liefert rund 90 Prozent des Gemüses und Obsts der 20-Millionen-Metropole. Die Behörden starteten Massentests auf das Virus - Tausende Menschen, die auf dem Markt regelmäßig arbeiten oder einkaufen, müssen eine Probe abgeben.

China gilt als Ausgangsland der Pandemie. In der zentralchinesischen Millionenmetropole Wuhan waren Ende des vergangenen Jahres erste Fälle der Ansteckung von Menschen mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt worden. Durch dann ab Ende Januar verhängte strikte Ausgangsbeschränkungen wurde die Ausbreitung des Virus laut offiziellen Angaben weitgehend unter Kontrolle gebracht. 

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. Juni 2020 um 09:00 Uhr.

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