Ein Mann auf einem Fahrrad in Wuhan in China, wo das Coronavirus seinen Ursprung hatte. | Bildquelle: REUTERS

China Wieder mehr Coronavirus-Fälle

Stand: 21.02.2020 10:52 Uhr

In China ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus stark angestiegen, nachdem sie am Vortag erstmals deutlich niedriger gelegen hatte. Die Deutschen an Bord des Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess" werden heute ausgeflogen.

Das Coronavirus hat in China nach Behördenangaben inzwischen 2236 Menschen das Leben gekostet. Binnen eines Tages habe es laut Behörden 118 neue Todesopfer gegeben. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl neu bestätigter Virusfälle um 889 auf nunmehr 75.465. Die meisten Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2 genannten Erreger gibt es nach wie vor in der zentralchinesischen Provinz Hubei, in deren Hauptstadt Wuhan das Virus im Dezember erstmals entdeckt wurde. Es kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.

Diese verbreitet sich momentan auch in Chinas Gefängnissen: In mindestens drei Provinzen des Landes infizierten sich bislang mehr als 450 Insassen und sieben Aufseher mit dem Coronavirus. Betroffen seien Haftanstalten in der Provinz Hubei mit 220 gemeldeten Infektionsfällen, aber auch in den Ostprovinzen Zhejiang und Shandong.

Zahl der Toten durch das Coronavirus in China steigt
tagesschau 09:00 Uhr, 21.02.2020

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Die Zahl neu bestätigter Fälle geht in der Volksrepublik seit Tagen zurück, was Experten auch auf eine abermals abgeänderte Zählweise zurückführen. Daher herrscht Verwirrung um das wahre Ausmaß der Epidemie. "Der Abwärtstrend wird nicht umgekehrt werden", betonte dennoch Ding Xiangyang, Vize-Chefsekretär des Staatsrats und Mitglied der Kontrollgruppe der Zentralregierung. China hatte vergangene Woche begonnen, neue Fälle anhand ärztlicher Diagnosen zu erfassen, ohne Laborergebnisse abzuwarten.

Dies führte zu einem erheblichen Anstieg der gemeldeten Infektionen. Doch am Donnerstag kehrte China zur ursprünglichen Zählmethode zurück und bezog einige Fälle nicht mehr in die Statistik ein, weil Labortests negative Ergebnisse aufgewiesen hatten.

Deutsche von Bord der "Diamond Princess" werden ausgeflogen

Die Änderungen dürften einige Beobachter irritieren. Die Experten betonen, dass eine konstante Methodik für das Verständnis von Covid-19 unabdingbar sei. Außerhalb Festlandchinas sind mittlerweile 1000 Infektionen und elf Tote bestätigt. Am Donnerstag berichtete der Iran von drei neuen Virusfällen, nachdem er tags zuvor seine ersten zwei Todesfälle gemeldet hatte. In Südkorea starb erstmals ein Mensch am Virus. Und Japan meldete den Tod zweier älterer Patienten, die von Bord des zwei Wochen lang unter Quarantäne gehaltenen Kreuzfahrtschiffs "Princess Diamond" geholt worden waren.

Alle an Bord des Kreuzfahrtschiffes verbliebenen Deutschen werden unterdessen mit einem italienischen Flugzeug von Japan nach Berlin ausgeflogen. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Tokio am Freitag erfuhr, ist der Abflug für Freitagabend 22.00 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr MEZ) geplant.

Das Schiff hatte wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 zwei Wochen lang im japanischen Yokohama unter Quarantäne gestanden. Ein deutsches Ehepaar aus Hessen war positiv auf den Erreger getestet worden und liegt im Krankenhaus. Ein weiterer Deutscher will mit seiner japanischen Frau aus München noch einige Tage in Tokio bleiben. Die übrigen sechs Passagiere aus Deutschland reisen mit anderen Europäern mit dem Flieger aus Italien aus. Die Maschine werde zuerst einen Zwischenstopp in Berlin machen, hieß es.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. Februar 2020 um 09:00 Uhr.

Darstellung: