Flensburg: Autos fahren zum deutsch-dänischen Grenzübergang in Richtung Norden. | Bildquelle: dpa

Einreisen aus Deutschland Dänemark schließt Grenze für Urlauber

Stand: 22.10.2020 18:13 Uhr

In Deutschland wie Dänemark wurden heute Rekordwerte an Neuinfektionen gemeldet. Nun zieht die dänische Regierung Konsequenzen: Menschen aus Deutschland dürfen nur noch einreisen, wenn sie dafür einen triftigen Grund haben.

Wegen der steigenden Corona-Neuinfektionszahlen dürfen Menschen aus Deutschland ohne triftigen Grund ab Samstag nicht mehr nach Dänemark einreisen. Das teilte der dänische Außenminister Jeppe Kofod mit.

Das bedeutet unter anderem, dass deutsche Touristen nicht mehr ins Land kommen dürfen. Ein triftiger Grund für die Einreise kann etwa gegeben sein, wenn jemand in Dänemark arbeitet oder seine Familie oder seinen Partner besuchen will. Für den Großteil der weiteren Staaten in Europa gibt es diese Einreisebeschränkungen bereits seit Längerem.

Ausnahmen sollen für Einwohner Schleswig-Holsteins gelten - vorausgesetzt, die Infektionszahl steigt dort nicht auf über 30 pro 100.000 Einwohner. Ebenfalls ausgenommen sind Deutsche, die ein Ferienhaus in Dänemark besitzen. Wer sich im Land aufhalte, müsse auch nicht überhastet abreisen, sagte Kofod.

Höchstwerte in Dänemark

In Dänemark gab es bei der Zahl der Neuinfektionen einen Höchstwert: Von Mittwoch auf Donnerstag wurden hier 760 neue Corona-Fälle registriert. Virologen weisen aber darauf hin, dass diese Zahl nicht bedeuten muss, dass sich nun mehr Menschen infizieren als im Frühjahr. Inzwischen werde auch sehr viel mehr getestet.

Die dänische Regierung stellte angesichts der zunehmenden Neuinfektionen dennoch schärfere Maßnahmen in Aussicht. "Die nächsten zwei bis drei Tage werden entscheidend sein", sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Er werde sich strengeren Beschränkungen oder Regeln nicht in den Weg stellen.

Schon jetzt muss man in großen Teilen des öffentlichen Lebens in Dänemark einen Mundschutz tragen. Es gilt ein Versammlungsverbot von 50 Personen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 22. Oktober 2020 um 16:45 Uhr in den Nachrichten.

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