Großdemonstration in Barcelona | Bildquelle: dpa

Katalonien Neue Proteste gegen Separatistenprozess

Stand: 21.02.2019 22:39 Uhr

Der Prozess gegen zwölf katalanische Separatistenführer hat die Wut der Unabhängigkeitsbefürworter neu entfacht. Bei einer Großdemo gab es Auseinandersetzungen mit der Polizei, ein Generalstreik legte Teile der Region lahm.

Erneut sind in Barcelona Zehntausende auf die Straße gegangen, um ihrem Unmut über den Prozess gegen zwölf katalanische Separatistenführer Luft zu machen. Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf 40.000, die Organisatoren sprachen von 200.000 Demonstranten. Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei wurden mehr als 30 Menschen verletzt.

Erneute Proteste katalanischer Unabhängigkeitsbewegung
tagesschau 07:30 Uhr, 22.02.2019

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Am Vormittag hatten sich Behördenangaben zufolge bereits 13.000 Menschen in der Nähe der Universität der katalanischen Hauptstadt unter dem Motto "Dies ist kein Prozess, sondern eine Schande" versammelt.

Ein Mann wirft Eier auf die Zentrale der Gewerkschaft CCOO, während roter Rauch aus einer Rauchbombe aufsteigt. | Bildquelle: dpa
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Bei Ausschreitungen wurden mindestens 30 Menschen verletzt.

Generalstreik mit weniger Zuspruch

Außerdem legte ein Generalstreik weite Teile Kataloniens lahm. Zu den Protesten hatte die Gewerkschaftsföderation CSC aufgerufen. Unterstützt wurde die CSC von der separatistischen Regionalregierung.

Mehrmals blockierten Demonstranten Straßen in verschiedenen Teilen Kataloniens. Vier Streikende seien festgenommen worden, berichteten spanische Medien. Von dem Ausstand betroffen waren vor allem Busse und Bahnen sowie Krankenhäuser und Apotheken. Vor allem viele Studenten versammelten sich den ganzen Tag über zu Protestaktionen. 

Die großen katalanischen Gewerkschaften unterstützen den Streik aber nicht. Die Zeitung "El País" berichtete, die Beteiligung an dem Ausstand sei niedriger gewesen, als die Organisatoren gehofft hätten. 

Der öffentliche Fern- und Nahverkehr lief - wie gesetzlich vorgeschrieben - mit Minimalbetrieb weiter. In Barcelona waren während des Berufsverkehrs etwa 50 Prozent der öffentlichen Verkehrsmittel im Einsatz, bei den Regionalzügen fuhr nur ein Drittel planmäßig weiter.

Separatistenführer vor Oberstem Gericht

Schon am vergangenen Wochenende gab es in Barcelona eine Großdemonstration mit Hunderttausenden Teilnehmern. Seit dem 12. Februar müssen sich zwölf prominente Separatistenführer vor dem Obersten Gericht in Madrid verantworten, darunter frühere Minister und Aktivisten, die bei dem verbotenen Unabhängigkeitsreferendum vom Oktober 2017 zentrale Rollen gespielt hatten.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem Rebellion vor. Den Angeklagten drohen langjährige Haftstrafen. Der frühere Regionalpräsident Carles Puigdemont steht nicht vor Gericht - er hatte sich ins Exil nach Belgien abgesetzt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Februar 2019 um 07:30 Uhr.

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