ECOWAS-Treffen in Burkina Faso | Bildquelle: AFP

ECOWAS-Treffen Eine Milliarde Dollar für Anti-Terror-Kampf

Stand: 15.09.2019 09:28 Uhr

Die Staaten Westafrikas kämpfen seit Jahren gegen den immer weiter zunehmenden islamistischen Terror in der Region. Auch um die gemeinsame Truppe G5 schlagkräftiger zu machen, wollen sie einen Milliarden-Fonds einrichten.

Im Kampf gegen den islamistischen Terror haben die Staaten der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) umfassende Maßnahmen in Aussicht gestellt. Bei einem Sondertreffen zur Sicherheit in der Region verabschiedeten sie in Burkina Faso einen Aktionsplan im Umfang von einer Milliarde Dollar. Damit solle der "Kampf gegen den Terrorismus" in den kommenden fünf Jahren unterstützt werden, kündigte Nigers Präsident Mahamadou Issoufou in der Hauptstadt Ouagadougou an.

Westafrikanische Staaten wollen Milliarden-Fond für Kampf gegen islamistischen Terror einrichten
tagesschau 10:00 Uhr, 15.09.2019

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Gemeinsame Einsätze in der Region

Das Geld solle der Vereinbarung zufolge von den 15 ECOWAS-Staaten in einen gemeinsamen Fonds eingezahlt werden. Damit sollen sowohl militärische Aktionen auf nationaler Ebene unterstützt als auch gemeinsame Einsätze in der Region finanziert werden. Die Details des Plans sollen auf dem nächsten Gipfel im Dezember bekannt gegeben werden. 

Der Sondergipfel war angesichts eines zunehmenden Erstarkens dschihadistischer Gruppen in der Region vereinbart worden: Die Zahl der islamistischen Angriffe in der Sahelzone haben sich laut dem in Washington ansässigen Zentrum für strategische und internationale Studien (CSIS) zufolge seit 2016 jedes Jahr verdoppelt. Im vergangenen Jahr waren es demnach 465 Attacken. In Burkina Faso waren erst vor einer Woche bei zwei islamistischen Anschlägen fast 30 Menschen getötet worden.

Anti-Terror-Truppe G5 fehlt es an Geld

Bislang fehlte es beim Kampf gegen den Terror vor allem an Geld. Das betrifft auch die Anti-Terror-Allianz G5, die bereits im Jahr 2014 mit Unterstützung Frankreichs in Leben gerufen worden war. Ihr gehören Truppen aus Burkina Faso, dem Tschad, Mali, Mauretanien und Niger an. Issoufou wies jedoch Vorwürfe zurück, die Gruppe sei ineffektiv. "Die G5 ist weit davon entfernt, tot zu sein", sagte er. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, vor dem Geschehen in der Region nicht "die Augen zu verschließen" und Verantwortung zu übernehmen.

Die Bedrohung sei grenzüberschreitend, betonte Burkina Fasos Präsident Roch Marc Christian Kabore. "Kein Land ist sicher." Die Eskalation der Gewalt habe zu "einer beispiellosen humanitären Krise" in der Sahelzone geführt. Die UN-Mission Minusma in Mali und die G5 reichten nicht aus, sagte Alassane Ouattara, Präsident der Elfenbeinküste.

Vergangene Woche hatte bereits UN-Generalsekretär Antonio Guterres erklärt, er sei der festen Überzeugung, "dass wir den Krieg gegen den Terrorismus in der Sahelzone nicht gewinnen und dass die Operation verstärkt werden sollte".

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. September 2019 um 10:00 Uhr.

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